Zehn PS mehr als im entsprechenden Coupé

Den Audi R8 Spyder gibt es nun auch mit V8-Motor. Das Aggregat ist nicht neu, sondern aus der geschlossenen Version bekannt: Mit dem 4.2 FSI startete das R8 Coupé, bevor zusätzlich der 5.2 FSI kam. Anders als die geschlossene Version war der Spyder bisher nur als 5.2 FSI quattro mit dem 525 PS starken V10-Biturbo erhältlich.

In 4,8 Sekunden auf 100 km/h
Der 4,2-Liter-Saugmotor hat im Spyder nun zehn PS mehr als im Coupé. Auf unsere Nachfrage bestätigte jedoch Audi-Sprecher Eric Felber, dass demnächst auch das Coupé den stärkeren Motor erhält. Er beschleunigt den offenen Zweisitzer in 4,8 Sekunden von null auf 100 km/h und macht ihn 299 km/h schnell. Diese Werte gelten sowohl für die serienmäßige Sechsgang-Handschaltung wie für das ebenfalls sechsstufige automatisierte Schaltgetriebe R tronic. Im Mittel werden dabei mit der R tronic 13,9 Liter pro 100 km verbraucht; mit dem manuellen Getriebe ist es ein Liter mehr. Eine Bremsenergie-Rückgewinnung ist Serie.

85 Prozent der Kraft im Heck
Bei der R tronic werden die Schaltimpulse elektrisch übertragen; eine Hydraulik wechselt die Gänge und managt die Kupplung. Im manuellen Modus kann man die Gänge über einen Joystick auf dem Mitteltunnel oder mit Wippen am Lenkrad wechseln. Eine ,Launch Control" regelt die Motordrehzahl und das Einrücken der Kupplung so, dass der Start schnellstmöglich vonstatten geht. Der permanente Allradantrieb ist beim Mittelmotor-Roadster von Audi heckbetont ausgelegt. Das Getriebe, hinter dem längs montierten V8 platziert, hat einen Nebenabtrieb für eine Kardanwelle, die am Motor vorbei nach vorn läuft. An der Vorderachse verteilt eine Viskokupplung die Momente. Im regulären Fahrbetrieb schickt sie etwa 15 Prozent der Kraft auf die vorderen und 85 Prozent auf die hinteren Räder. Wenn die Hinterräder durchzudrehen beginnen, fließen weitere 15 Prozent nach vorn.

Ab 121.100 Euro
Optisch grenzt sich der V8-Spyder nicht wesentlich von seinem stärkeren Bruder ab. Wie Letzterer hat er ein vollautomatisches Stoffverdeck sowie eine Karosserie aus Aluminium und Kohlefaser-Verbundmaterial. Der R8 Spyder 4.2 FSI quattro rollt auf 18-Zoll-Rädern mit Reifen 235/40 vorne und 285/35 hinten. Schwarze Achtkolben-Sättel packen die vorderen, Vierkolben-Sättel die hinteren Scheiben an. Zur Serienausstattung zählen Ledersitze, Xenonscheinwerfer, LED-Rückleuchten, eine Klimaautomatik, eine Sitzheizung und sogar eine Metalliclackierung. Eine optionale Neuheit ist das Gurtmikrofon für die Freisprechanlage, mit dem man auch bei geöffnetem Verdeck auf der Autobahn telefonieren kann. Der R8 Spyder 4.2 FSI quattro rollt im dritten Quartal 2010 zu den Händlern. Der Verkauf startet diese Tage zum Grundpreis von 121.100 Euro. Damit ist die V8-Version rund 35.000 Euro günstiger als die V10-Version für 156.400 Euro.

R8 Spyder mit V8