Limitierter Racer für den Motorsporteinsatz

Dearborn (USA), 17. Dezember – Erst im August 2010 ließ Ford verlauten, dass es wieder die Mustang-Version ,Boss 302" gibt. Nun legen die Amis nach und präsentieren den ,Boss 302S". Es handelt sich dabei um eine limitierte Rennversion.

Verstellbares Fahrwerk
Der Motor des Boss 302S, ein 5,0-Liter-V8, leistet wie der Serien-Boss 446 PS und stemmt 515 Newtonmeter Drehmoment auf die Kurbelwelle. Die Kraft wird über ein manuelles Sechsganggetriebe verwaltet. Ein Sperrdifferenzial an der Hinterachse beugt Traktionsproblemen vor. Für ein dynamischeres Fahrverhalten soll ein Gewindefahrwerk mit zweifach verstellbaren Dämpfern verantwortlich zeichnen. Ford Racing steuert außerdem Fahrwerkstreben für vorne und hinten bei.

Karg, aber sicher
Der Innenraum des Boss 302S ist rennwagentypisch karg: Alles überflüssige Material, wie beispielsweise die Dämmung, wurde zum Gewichtsparen entfernt. Ford gibt den Serien-Boss mit 3.631 US-Pfund an, etwa 1.647 Kilogramm. Der 302S soll dagegen rund 150 Kilo weniger auf die Waage bringen. Trotz der Serienleistung darf also mit besseren Fahrwerten als bei der Straßenversion gerechnet werden. Offizielle Daten gab Ford jedoch nicht bekannt. Als Sicherheitsmaßnahme und zur Versteifung der Karosserie hat der Racer einen Überrollkäfig.

Rennsitz mit HANS
Eine weitere Sicherheitsvorkehrung ist der leichte Rennsitz von Recaro, der mit dem so genannten ,Head and Neck Support System" (HANS) ausgerüstet ist. Die Vorrichtung soll die Halswirbelsäule in Falle eines Crashs schützen. Angeschnallt wird der Fahrer mit einem Sechspunkt-Gurtsystem, das Lenkrad lässt sich im Notfall schnell entfernen. Zur Ausstattung gehört auch ein Instrument, das mit einer GPS-Funktion ausgestattet ist und alle relevanten Fahrzeugdaten anzeigt und sammelt.

Mit Flügelwerk
Außen unterscheidet sich der Boss 302S von der Straßenversion durch eine Reihe von aerodynamischen Updates. Diese beinhalten eine neue Motorhaube aus Fiberglas, die durch eingearbeitete Öffnungen die Motorhitze abführen soll. Dazu kommen ein Frontsplitter und ein Heckflügel aus Karbon. Beide Teile sind verstellbar. Vintage-Style-verliebt wie die Amis sind, gibt es serienmäßig ein Retro-Designpaket obendrein. Es enthält Aufkleber im Stil der ,Kriegsbemalung" des Ur-Boss von 1969. Als Basisfarben stehen Weiß oder Orange zur Auswahl.

Nur 50 Exemplare
Gebaut wird das Auto ab dem zweiten Quartal 2011 im Mustang-Werk in Flat Rock im US-Bundesstaat Michigan – und zwar nur 50 Mal. Die Fahrzeuge dürfen nur auf Rennstrecken bewegt werden. Bestellt werden können sie bei US-Händlern, die am ,Ford Racing Performance Parts Program" teilnehmen. Der US-Preis, wie üblich ohne Steuer angegeben, beträgt jeweils 79.000 US-Dollar, umgerechnet rund 60.000 Euro.

Mustang Boss 302S