Edel-Coupé mit viel Karbon, mehr Power und aufwendig gestaltetem Interieur

Man könnte meinen, Batman hätte ihn in Auftrag gegeben: der Mercedes CL 65 AMG von Anderson. Ziel des Tuners war es, dem Coupé neben einer eleganten Erscheinung auch einen Sportwagencharakter zu geben. Neben der Verordnung leistungsfördernder Maßnahmen und der Neugestaltung des Äußeren hat sich die Düsseldorfer Firma auch im Innenraum ausgetobt.

Potenzsteigerung
Motorisiert ist der CL 65 AMG serienmäßig mit einem Sechsliter-Zwölfzylinder. Dieser leistet normalerweise 630 PS. Genug, sollte man meinen. Doch der Veredler aus Düsseldorf gab sich damit nicht zufrieden. Mit Hilfe einer Softwareoptimierung, eines Sportluftfilters, einer Sportauspuffanlage inklusive Renn-Katalysatoren und größerer Riemenscheiben machen nun 670 PS die Straßen unsicher.

Schwarz wie die Nacht
Seine Leistung stellt das Coupé nun deutlich extrovertierter zur Schau. Die Lackierung glänzt nicht, sondern ist seidenmatt. Vom Serienmodell unterscheidet den CL ein Exterieur-Paket aus schwarzen Karbon-Komponenten. Sie umfassen die Außenspiegel, die Fensterumrandungen, den Frontgrill, die Türgriffe, die Heckklappen-Leiste, die Lufteinlassumrandungen der Motorhaube sowie verschiedene Abdeckungen im Motorraum. Abschließendes Detail an der Karosserie ist eine Heckspoilerlippe.

Gerädert und tiefergelegt
Um das pechschwarze Outfit komplett zu machen, griff Anderson bei den Rädern auf schwarz lackierte Exemplare zurück. Durch eine elektronische Tieferlegung sollen die schwarzen Trümmer zudem noch besser zur Geltung kommen. Sie messen vorne 9x22 und hinten 10,5x22 Zoll. Ein nicht alltägliches Detail ist ihre ebenfalls schwarze Karbon-Umrandung. Jeweils fünf Speichen gewähren dank großer Zwischenräume einen Blick auf die schwarz lackierten Bremssättel. Den Grip besorgen Pneus der Größe 275/25 und 295/25.

Leder und Karbon
Den Innenraum möchte der Düsseldorfer Veredler durch Leder und Alcantara komfortabler gestalten. Das Leder weist einen Kederrand auf und besitzt eine Oberfläche, die der typischen Struktur von Kohlefasern nachempfunden ist. Beim Gestühl heben sich Sitzfläche und Rückenlehne durch ein Rautenmuster ab. Wie außen kommt auch innen Karbon zum Zug: Der Innenspiegel, die Mittelkonsole, das Lenkrad, die Einstiegsleisten, die Türzierleisten und sämtliche Beleuchtungs-Umrandungen wurden aus dem Material gefertigt. Eine neue HiFi-Anlage komplettiert die Innenraumveredlung.

Nichts für Schnäppchenjäger
Schon in der Serienversion nagt der CL 65 AMG mit mindestens 228.000 Euro an den Geldreserven. Für den Umbau in Düsseldorf sollten noch einmal weitere 78.000 Euro bereitstehen.

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