Maßgeschneidertes Sondermodell ist auf Bestellung erhältlich

Mit exakt 107 Neuzulassungen im Jahr 2010 ist der Nissan GT-R in Deutschland wahrlich kein Massenprodukt. Trotzdem setzen die Japaner jetzt mit dem GT-R Egoist auf noch mehr Individualität.

Spezialleder aus Deutschland
Der Egoist wurde vom ,Vater" des Nissan GT-R, Kazutoshi Mizuno, konzipiert. Im Mittelpunkt der speziellen Ausführung steht ein maßgeschneidertes Interieur. Technische Basis ist die 2011er-Version des GT-R, die aus dem doppelt aufgeladenen 3,8-Liter-Sechszylinder 530 PS und ein maximales Drehmoment von 612 Newtonmeter holt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 315 km/h, in laut Nissan exakt 3,046 Sekunden soll der Flitzer von null auf 100 km/h sprinten. Das Cockpit des Egoist wird komplett mit edlem Leder des deutschen Spezialisten Seton ausgeschlagen. Die Lederhäute von 15 bayrischen Rindern umspannen im Innenraum selbst Details wie die Gurtschlösser, die A- und B-Säulen sowie die Einfassung der Mittelkonsole und die Innenseiten (!) der Getränkehalter. Glatte und gesteppte Oberflächen sorgen für optische Kontraste zwischen zwei angrenzenden Flächen.

Was lange währt
Seton benötigt zwei Monate, bis jedes Innenraumteil des Sportwagens mit Leder überzogen ist. Der Einbau erfolgt in Japan. Insgesamt stehen für den Egoist-Kunden 20 unterschiedlich eingefärbte Ledersorten zur Auswahl, so sind auch zweifarbige Kombinationen für das Cockpit wählbar. Für den unteren Teil des Instrumententrägers ist zum Beispiel ein blasses Pink erhältlich. Unter dem Strich sind 84 unterschiedliche Farbkompositionen machbar, hinzu kommt wildlederartiges Material für den Dachhimmel, die Sonnenblenden, die hintere Gepäckablage und die unteren Türverkleidungen.

Kostbare Liebe zum Detail
Äußerst individuell ist auch die Fertigung des Lenkrademblems. Hierfür lässt sich ein besonders geschulter japanischer Kunsthandwerker drei Tage Zeit, um es in traditioneller Lackkunst zu bemalen. Nicht minder aufwendig ist die Musikanlage von Bose. Sie umfasst elf Lautsprecher samt eines neu entwickelten Verstärkers und eine Kohlefaseraufhängung für den neun Zoll großen Subwoofer. Für maximalen Musikgenuss werden dem Egoist-Kunden die wichtigsten Körpermaße abgenommen und ins Werk übermittelt. Anhand der Körperlänge, der Beinlänge und des bevorzugten Neigungswinkels der Sitzlehne wird eine optimale Platzierung der Lautsprecher vorgenommen. Weitere Details des GT-R Egoist sind geschmiedete Leichtmetallräder im Sechsspeichen-Design und ein Heckspoiler aus Kohlefaser. Der nur auf Einzelorder gefertigte Egoist hat seinen Preis: In Deutschland wird er etwa 180.000 Euro kosten. Damit liegt er deutlich über dem ,normalen" GT-R, der mit 83.500 Euro in der Liste steht.

Leder von 15 Rindern