So fährt sich der Allradantrieb im Mercedes Viano

Unser Beifahrer meint es ernst: ,Immer schön auf dem Gas bleiben!" Leichter gesagt als getan, denn vor uns befindet sich ein steiler Anstieg aus Kies. Wir sitzen hinter dem Lenkrad eines Mercedes Viano 4matic, also der Version mit Allradantrieb. Los gehts: Die 163 Diesel-PS ziehen den mehr als zwei Tonnen schweren Bus tatsächlich locker nach oben.

Von fein bis robust
Ob Baustellen, Alpenpässe oder wie in unserem Fall Kieswerke: Die Nutzfahrzeug-Sparte von Mercedes bietet Allradmodelle für verschiedenste Einsatzorte an. Erhältlich sind neben dem ,zivilen" Viano auch Sprinter mit Pritschenaufbau oder der 7,5-Tonner namens Vario. Er weist als einziger nicht den so genannten 4ETS-Allradantrieb der anderen Baureihen auf. Bei 4ETS regeln elektronische Traktionssysteme (daher die Abkürzung) den Vorwärtsdrang. Verlieren eines oder mehrere Räder auf rutschigem Untergrund die Traktion, werden diese mit kurzen Impulsen abgebremst. Der automatische Bremseingriff kann die Wirkung von bis zu drei Differenzialsperren simulieren. Das Mehrgewicht des Allradantriebs beträgt laut Mercedes nur 80 Kilogramm.

Kein billiges Vergnügen
Rund zehn Prozent aller Viano und Vito werden mit dem System ausgeliefert, der Blick auf die Preise zeigt, warum: In der kürzesten Version kostet der Viano 2.2 CDI Trend 4matic stolze 45.633 Euro, inklusive sind eine Fünfgang-Automatik, eine Klimaanlage und enorm viel Platz. Der Allrad-Aufpreis beträgt 3.740 Euro. Allerdings langt die Konkurrenz noch kräftiger zu: Ein VW T5 Multivan 2.0 BiTDI mit 180 PS wird als Comfortline 4Motion DSG mit 53.199 Euro berechnet.

Bildergalerie: Im Bus am Berg