BMW verrät Details zu neuen Fahrzeugen und Dienstleistungen

Jetzt ist es raus: Das für 2013 angekündigte Megacity Vehicle von BMW wird i3 heißen. Die Bayern haben sich entschlossen, unter dem Begriff ,BMW i" Fahrzeuge und Dienstleistungen für nachhaltige Mobilität anzubieten. ,i" wird deutsch ausgesprochen und klingt in dieser Sprache nicht unbedingt gut, gilt in den Marketingabteilungen der Unternehmen aber anscheinend als positiv besetzt. Schließlich hat der südkoreanische Autohersteller Hyundai bereits 2007 sein Modell i30 vorgestellt. Seit 1998 bietet der amerikanische Technologie-Konzern Apple den Rechner iMac an und schon viel früher gab es im US-amerikanischen Boston den Sender ,i Station". Seit kurzem gibt es zudem den Elektro-Kleinwagen i-MiEV von Mitsubishi. Und um Elektromobilität geht es zum großen Teil auch bei BMWs neuer Submarke mit dem alten Namen ,i".

i3, i8 und viel Karbon
Der bisher als Megacity Vehicle bekannte i3 wird BMWs erstes vollelektrisches Serienfahrzeug sein. Der i8 geisterte bislang als Studie Vision EfficientDynamics über die Messen und wird als Plug-in-Hybrid kommen. Beide Fahrzeuge sollen ab 2013 den Kunden zur Verfügung stehen. Während der kleine i3 als ökonomischer Stadt-Stromer geplant ist, soll der i8 als echter Sportler mit einem Verbrauch auf Kleinwagen-Niveau daherkommen. Beide Fahrzeuge bauen auf ein Chassis aus Aluminium, die Fahrgastzellen bestehen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). ,Beide Fahrzeuge sind maßgeschneidert für ihre alternativen Antriebe. Durch ihre innovative Architektur und die Verwendung von CFK kompensieren wir das Mehrgewicht der Batterien praktisch vollständig", so BMW-Entwicklungschef Klaus Draeger.

Aus heimischen Gefilden
Gebaut werden i3 und i8 in Leipzig. 400 Millionen Euro sollen am Standort in Sachsen investiert werden, 800 neue Arbeitsplätze stellt BMW in Aussicht. Bei beiden Wagen wird hinsichtlich Lithiumionen-Akku, Leistungselektronik und Elektromotor derselbe Komponenten-Baukasten verwendet. Das Konstruktionsprinzip der neuen i-Modelle nennt BMW LifeDrive-Architektur. Nähere Angaben zu Fahrleistungen, Reichweiten, Kosten oder auch nur zum endgültigen Äußeren der Serienfahrzeuge gibt es noch nicht. Nur minimale Hinweise zu Designdetails rücken die Bayern im Moment raus: So soll die Verwandtschaft zur Mutter BMW alleine schon durch das Markenlogo klar zu erkennen sein. Der klassische BMW-Propeller wird durch einen dreidimensionalen Ring erweitert. Außerdem erscheint der Kühlergrill weiterhin in Nierenform, allerdings wird er neu geformt. Hinzu kommt eine so genannte Streamflow-C-Säule, welche die aerodynamischen Qualitäten der i-Modelle visualisieren soll.

Mobilitätsdienstleistungen
Im Zuge der Gründung von BMW i kündigen die Bayern auch eine Erweiterung ihrer Mobilitätsdienstleistungen an. Zu diesem Zweck wurde die Beteiligungsgesellschaft BMW i Ventures gegründet, die mit einem Kapital von bis zu 100 Millionen Dollar (zirka 73 Millionen Euro) ausgestattet wird. Die avisierten Dienstleistungen umfassen eine optimierte Parkraum-Ausnutzung, verbesserte Navigationssysteme mit ortsabhängigem Informationsangebot, Routenplanungen, die auch öffentliche Verkehrsmittel integrieren, sowie Carsharing. Letzteres wird von der Mercedes-Tochter Smart mit dem Projekt Car2go bereits seit 2009 in Ulm und Neu-Ulm sowie in Austin (Texas) angeboten, im Frühjahr 2011 soll Hamburg folgen. Auch Peugeot geht seit Anfang 2010 mit der Initiative Mu in einigen großen europäischen Städten in diese Richtung. Zum BMW-Carsharing macht der Hersteller noch keine konkreten Angaben.

Von New York nach München
Als Erstes greift BMW i Ventures nach New York: Man beteiligt sich am Ende 2009 gegründeten Unternehmen My City Way. Die New Yorker bieten Apps (Applications, hier: Anwendungsprogramme für Smartphones) für mehr als 40 Städte in den USA an. Mithilfe dieser Apps lassen sich Informationen zu den lokal verfügbaren Parkplätzen, zu öffentlichen Verkehrsmitteln und zu örtlichen Unterhaltungsangeboten abrufen. Zu den 40 weiteren Städten, die bis 2013 folgen werden, zählt unter anderem München. Die Apps sollen auf Android-Handys, auf Blackberry-Geräten und auf iPhone sowie iPad von Apple laufen. Außerdem wird das Informationsangebot wohl auch im Web verfügbar sein.

Bildergalerie: ,i": neue BMW-Marke