Der neue Ottomotor der A5-Familie wurde umfangreich modifiziert

Nach vier Jahren auf dem Markt bekommt das Audi A5 Coupé ein Facelift. Auch seine jüngeren Geschwister, der Sportback und das Cabrio, werden überarbeitet. Neben einigen optischen Retuschen hat sich vor allem unter der Motorhaube der A5-Familie etwas getan.

Neue Benzin-Motoren
Bei den Benziner-Aggregaten steht für den Ingolstädter unverändert ein Zweiliter-TFSI-Motor mit 211 PS bereit. Darüber rangiert statt des bisherigen 3.2 TSI mit 265 PS nun ein 3.0 TFSI, welcher mit sechs Zylindern und Kompressoraufladung 272 PS mobilisiert.

Überarbeiteter Einstiegs-Benziner
Neu ist der Einstiegs-Benziner, ein 1,8-Liter-TFSI-Motor, der laut Audi nicht nur stärker, sondern auch sparsamer geworden ist. Das Aggregat schöpft aus 1.8 Liter Hubraum 170 PS. Das maximale Drehmoment von 320 Newtonmeter liegt zwischen 1.400 und 3.700 Touren an. Das sind zehn PS und 80 Newtonmeter mehr, als bislang. Das A5 Coupé mit Handschaltung sprintet in 7,9 Sekunden von null auf Tempo 100, sein Vorgänger brauchte 0,7 Sekunden länger. Bei 230 km/h ist jetzt Schluss mit dem Vortrieb – vier Stundenkilometer mehr als zuvor.

Geringerer Verbrauch
Trotz der Leistungssteigerung soll der neue 1.8 TFSI aber weniger verbrauchen. Im Durchschnitt kommt er laut Audi auf 5,7 Liter pro 100 Kilometer, der Vorgänger hat 7,1 Liter konsumiert. Das sind 21 Prozent weniger als vor der Überarbeitung. Der CO2-Ausstoß beträgt jetzt 134 statt 164 Gramm pro Kilometer.

Zusätzliche indirekte Einspritzung
Umgesetzt hat Audi die Effizienzsteigerung beim Vierzylinder mit Hilfe einer indirekten Einspritzung. Zusätzlich zur bisherigen Benzindirekteinspritzung injiziert diese den Kraftstoff am Ende des Saugrohrs in den Bereich der so genannte Tumble-Klappen, wo er intensiv mit der Luft verwirbelt. Die indirekte Einspritzung kommt dabei im Teillastbereich zum Zug. Sie senkt den Verbrauch und reduziert die Partikel-Emission. Bei der FSI-Anlage ist der Einspritzdruck von 150 auf 200 bar gestiegen. Die Direkteinspritzung ist beim Start und bei höheren Lasten aktiv, pro Arbeitstakt kann sie zwei beziehungsweise drei Einzel-Einspritzungen absetzen. Audi will damit bereits heute die ab 2015 verbindliche Euro 6-Norm einhalten. Um den Gaswechsel weiter zu optimieren, erhielt auch die Ventilsteuerung neue Freiheitsgrade: Das Valvelift-System von Audi, das den Hub der Ventile in zwei Stufen umschaltet, wirkt auf der Auslassseite. Beide Wellen lassen sich um 30 beziehungsweise 60 Grad Kurbelwinkel verstellen.

Innovatives Thermomanagement
Dank einer vollelektronischen Kühlmittelregulierung wird das Motoröl nach einem Kaltstart schneller auf Betriebstemperatur gebracht. Zusammen mit schaltbaren Ventilen, die den Wärmefluss zwischen Motor, Wärmetauscher des Getriebes und Innenraum kontrollieren, wird so die CO2-Emission um 2,5 Gramm gesenkt. Durch die zusätzliche Integration des Abgaskrümmers in den wassergekühlten Zylinderkopf kommt der Turbobenziner ohne die sonst übliche Anfettung des Gemisches bei Volllast aus. Dadurch soll der Verbrauch bei sportlicher Fahrweise erheblich gesenkt werden. Den Turbolader des TFSI-Motors haben die Audi-Ingenieure ebenfalls neu entwickelt. Er soll einen relativen Ladedruck von bis zu 1,3 bar aufbauen. Das Gewicht des Motors haben die Ingolstädter anhand mehrerer Maßnahmen von 135 auf 131,5 Kilogramm gesenkt.

Neue Modelle bereits bestellbar
Die 1,8- und 2,0-Liter-Versionen können bereits bestellt werden. Der Grundpreis beim Einstiegs-Benziner liegt bei 33.350 Euro für den Sportback. Den Zweiliter-TFSI gibt es ab 42.850 Euro. Die Wartezeit bis zur Auslieferung beträgt derzeit rund vier Monate. Auf den 3.0 TFSI müssen die Kunden noch etwas länger warten. Er ist erst ab Ende des Jahres im Programm und wird ab Anfang 2012 ausgeliefert.

Bildergalerie: Stärker und sparsamer