Mit Vierzylinder und Elektromotor: Weltpremiere des Serienautos auf der IAA 2011

Audi wird den A8 auch als Hybrid anbieten. Nach dem Mercedes S 250 CDI wird er die zweite deutsche Oberklasse-Limousine mit einem Vierzylindermotor sein. Die Weltpremiere des A8-Hybrid-Serienmodells erfolgt auf der Internationalen Automobilausstellung IAA vom 15. bis 25. September 2011. Im A8 hybrid arbeiten ein 2.0 TFSI und eine Elektromaschine, die eine Systemleistung von 245 PS sowie ein Drehmoment von 480 Newtonmeter generieren. Der Hersteller verspricht einen durchschnittlichen Benzinverbrauch auf 100 Kilometer von unter 6,4 Liter. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt im Elektromodus maximal 100 km/h. Bei konstant 60 km/h kann man mit der Limousine nach Audi-Angaben etwa drei Kilometer lokal emissionsfrei zurücklegen.

Auslegung als Parallelhybrid
Das neue A8-Modell ist als Parallelhybrid ausgelegt. Der 2,0-Liter-Turbomotor leistet 211 PS und produziert ein Drehmoment von 350 Newtonmeter. Der Benziner arbeitet mit einem Elektromotor zusammen, der 40 kW (54 PS) leistet und 210 Newtonmeter abgibt. Ausgerüstet ist das Modell mit einer Achtstufen-Tiptronic, die zu einem Hybridgetriebe modifiziert wurde. Der Elektromotor, eine permanent erregte elektrische Synchronmaschine, ersetzt den Drehmomentwandler. Eine Lamellenkupplung verbindet oder trennt den Elektromotor und den Benziner. Die Kraft wird auf die Vorderräder übertragen. Für den Sprint von null auf 100 km/h gibt Audi 7,7 Sekunden an. 235 km/h Höchstgeschwindigkeit sind möglich. Mit dem vorläufig angegebenen Verbrauch von ,weniger als 6,4 Liter" im EU-Zyklus bleiben die CO2-Emission unter 148 Gramm pro Kilometer.

Drei Fahrprogramme, fünf Betriebszustände
Möglich sind drei Fahrprogramme: Im EV-Modus hat der elektrische Antrieb Vorrang, in der Einstellung D werden beide Motoren effizient gesteuert und in S-Stellung sowie in der manuellen Schaltgasse der Tiptronic steht eine sportliche Fahrweise im Vordergrund. Fünf Betriebszustände gibt es: Das Fahren mit Benzin, die Fortbewegung rein elektrisch, den Hybrid-Modus sowie Rekuperation und das Boosten. Bei Letzterem generieren der Elektro- und der Benzinmotor zusammen kurzfristig die gesamte Systemleistung, beispielsweise bei Vollgas. Welcher Zustand aktiv ist, wird dem Fahrer über zwei Anzeigen mitgeteilt. Der Strom für die Elektromaschine wird in einer Lithium-Ionen-Batterie gespeichert, die 36,7 Kilogramm wiegt und im Crash-sicheren Bereich des Gepäckraums untergebracht ist. Sie leistet bis zu 40 kW und stellt eine Nominalenergie von 1,3 kWh bereit. Gekühlt wird sie nach Bedarf entweder mit einem Gebläse aus dem Innenraum oder einem eigenen Kältekreislauf, der an die Klimaautomatik gekoppelt ist. Der Elektromotor und die Elektronik zwischen ihm und der Batterie sind wassergekühlt.

Außen als Hybrid zu erkennen
Von außen ist der Audi A8 hybrid beispielsweise an den serienmäßig montierten 18-Zoll-Alurädern im Turbinenschaufel-Design zu erkennen. Optional werden die Zehnspeicher auch als 19-Zöller angeboten. Dazu gibt es Hybrid-Schriftzüge an der Karosserie sowie eine exklusive Lackierung namens ,Arktissilber". Die Metalliclackierung, eine Dreizonen-Klimaautomatik, LED-Scheinwerfer und ein Bose Soundsystem sind Serie. Auf den Markt kommen soll der Hybrid im ersten Halbjahr 2012. Preise konnte Audi auf Anfrage noch nicht nennen.

Konkurrenz stärker, aber durstiger
Der A8 hybrid konkurriert dann technisch mit anderen Hybrid-Modellen der Oberklasse wie dem Lexus LS 600h, dem BMW ActiveHybrid 7 oder dem Mercedes S 400 Hybrid. Allerdings sind diese drei Fahrzeuge mit zu 220 Mehr-PS (BMW) leistungsmäßig viel weiter oben angesiedelt als der A8 hybrid. Entsprechend höher sind die Verbräuche: Der 299 PS starke Mercedes konsumiert im Schnitt 7,9 Liter Benzin, der Lexus mit 445 PS braucht 9,3 Liter und der BMW 9,4 Liter.

Bildergalerie: Sparsamer Luxusdampfer