Wenn es am Lenkrad nass wird
Laub und Nadeln können das Auto zum Feuchtbiotop machen
Saugen und stochern
Doch auch regelmäßiges Abkehren verhindert nicht, dass etwas auf das Einlassgitter der Lüftung gelangt. Dieses Gitter ist oft erst nach Öffnen der Motorhaube erreichbar. Zur Säuberung wird ein Staubsauger empfohlen, um speziell die links und rechts befindlichen Abflüsse zu reinigen. Soweit vorhanden, sollten auch die Abflusslöcher in den Seitenschwellern frei gemacht werden. Hierfür sollten keine Schraubenzieher verwendet werden, um die Hohlraumkonservierung nicht zu beschädigen. Zur Not tut es hier der Kunststoffteil eines Wattestäbchens.
Riechen, sehen, fühlen
Auf Nässe im Auto deutet ein strenger Modergeruch hin. Klarheit schafft das Anheben der Fußmatten und Teppiche. Ein weiteres Indiz für eine kleine Überschwemmung sind häufig beschlagene Scheiben bei geparktem Auto und Sonnenschein. Auch kann sich die Luft aus den Düsen feucht anfühlen, obwohl es nicht regnet. Sind die Abflussöffnungen verstopft und es gelangt Wasser in den Innenraum, führt kein Weg an einer Werkstatt vorbei. Einzig beim Austrocknen des Innenraums kann der Autofahrer helfen, indem er etwa die Gummimatten vorübergehend herausnimmt.
Weitreichende Folgen
Auch wenn die Arbeit der Werkstatt einiges an Kosten verursachen kann, sollte man sie nicht allzu lange hinauszögern. Nach Geruch und Beschlag können nämlich noch weitaus schwerwiegendere Folgen durch Wasser entstehen. Gerät es in ein Steuergerät und verursacht dort einen Kurzschluss, kann das viel Geld kosten. Gar nicht selten ist ein Schaden am Gebläsemotor durch Wasser. Und Rost an der Innenseite des Bodenblechs ist eine Folge, die viel zu spät auffällt. Beschlagene Scheiben und schlechter Geruch müssen nicht unbedingt auf verstopfte Abflusslöcher zurückgehen. Manchmal ist einfach nur der Innenraumfilter dicht. Auch dies kann auf Blätter, Nadeln und Blütenreste zurückzuführen sein, die auf der Oberseite und in den Falten des Filtermaterials schimmeln. Ein neuer Filtereinsatz sorgt dafür, dass die Luft wieder besser in die Lüftung strömen kann. Wer Laub, Blütenblätter und Baumfrüchte gleich vom Auto entfernt, tut auch dem Lack Gutes. Bleibt nasses Laub oder bleiben einzelne nasse Blätter längere Zeit auf der Lackoberfläche oder auf dem Stoffdach kleben, kann es durch die Säure aus den Pflanzen irreparable Schäden geben.
Bildergalerie: Feuchtbiotop Auto
Auch interessant
Weihnachtsdeko auf Rädern: So bleibt das Auto sicher und legal
Letzte Chance für Verbrenner-Macan: Porsche stockt Bestand vor Produktionsende auf
Ganzjahresreifen im großen Test von ACE, ARBÖ und GTÜ
Range Rover SV Ultra: Spitzenmodell wird zum Konzertsaal
Fahren mit Anhänger: ADAC testet Stabilisierungssysteme
Bentley Flying Spur: Zweites Facelift am Nürburgring erwischt
Offroad-Reifen fallen bei Test durch - teils sogar im Gelände