Modellpflege bei der G-Klasse

Seit mehr als 35 Jahren fährt sich die Mercedes-AMG G-Klasse schon in die Herzen der Geländewagen-Fans. Die kantige Form blieb dabei größtenteils unverändert – eine Seltenheit in einer Zeit von schnelllebigen Designs und modellübergreifenden Fahrzeuggesichtern. Jetzt bekommt der kastige Kletterer ein paar Updates spendiert. Außerdem geht eine besonders krasse G-Studie in Serie.

Neuer Motor im G 500
Mit der Modellpflege sollen alle Motoren bis zu 16 Prozent leistungsstärker werden und gleichzeitig bis zu 17 Prozent weniger verbrauchen. Darüber hinaus erfüllen alle Triebwerke jetzt die Euro-6-Norm. Ein komplett neuer Motor findet im G 500 sein Zuhause: Der aus dem AMG GT oder dem C 63 AMG bekannte 4-Liter-V8-Biturbo ist jetzt auch in der G-Klasse zu finden. Dort produziert er 422 PS und 610 Newtonmeter. Gegenüber dem 5,5-Liter-Sauger des Vorgängers, der 387 PS und 530 Newtonmeter lieferte, ist das ein Plus von 35 PS und 80 Newtonmeter. Den Sprint von null auf 100 schafft der G500 statt in 6,1 nun in 5,9 Sekunden und der Verbrauch sinkt von 14,9 auf 12,3 Liter.

Überarbeitete Maschinen, gewohnter Antrieb
Das Triebwerk des G 350 d produziert statt 211 jetzt 245 PS und statt 540 jetzt 600 Newtonmeter. Die Beschleunigung verbessert sich von 9,1 auf 8,8 Sekunden und der Verbrauch wird von 11,2 auf 9,9 Liter heruntergeschraubt. Beim G 63 AMG stehen statt 544 jetzt 571 und beim G 65 AMG an Stelle von 612 jetzt 630 PS zur Verfügung. G 350 d, G 500 und G 63 AMG bekommen eine serienmäßige Start-Stopp-Automatik spendiert. Das Antriebssystem mit permanentem Allradantrieb, Geländeuntersetzung und drei während der Fahrt schaltbaren Sperrdifferenzialen bleibt.

Optimiertes Fahrwerk und Getriebe mit Schaltpaddles
Ebenfalls neu sind optimierte Stoßdämpfer und ein besser abgestimmtes Fahrwerk. Auch ESP, ASR und ABS wurden optimiert. Beim G 500 ist zusätzlich eine Verstelldämpfung erhältlich, die mit einer Komfort- und einer Sport-Stufe versehen ist. Diese reduziert die Seitenneigung der G-Klasse bei flotterer Gangart. Außerdem wurde die Traglast der Vorderachse um 100 Kilogramm erhöht und beträgt jetzt 1550 Kilogramm. Die Siebengang-Automatik ist – wie in den Modellen G 63 AMG und G 65 AMG – jetzt auch beim G 350 d und beim G 500 mit einem manuellen Modus erhältlich, bei dem die Gänge mit Schaltpaddles gewechselt werden können.

Leichte optische Anpassungen
Auch optisch gibt es für G 350 d und G 500 ein paar kleine Änderungen. Beide Modelle erhalten einen neu designten Stoßfänger an der Front. Weiterhin sind die Kotflügelverbreiterungen ab sofort in Wagenfarbe lackiert. Der G 350 d erhält zudem 18-Zöller im Fünfspeichen-Design. Ein neues Farbpaket mit den Farben ,solarbeam", ,tomatored", ,aliengreen", ,sunsetbeam" und ,galacticbeam" ist jetzt ebenfalls erhältlich. Wer sich für eine dieser Möglichkeiten entscheidet, erhält alle Anbauteile in obsidianschwarz und farblich passende Ziernähte. Im Innenraum bekommen beide G-Modelle ein Kombiinstrument mit 2-Tuben-Optik, neu gestalteten Zeigern und Zifferblättern sowie 11,4-Zentimeter-Multifunktionsdisplay.

Riesen-G geht in Serie
Ein besonderes Highlight unter den G-Modellen hat es jetzt auch in die Serie geschafft: der G 500 4x4². Der Monster-G kommt mit einem Allradantrieb samt Portalachsen und dem V8 aus dem G 500 mit 422 PS. Sein Fahrwerk wartet mit doppelten Feder- und Dämpferbeinen sowie einer Verstelldämpfung samt Sportmodus auf. Die Spur fällt 264 Millimeter breiter aus, als bei einer ,normalen" G-Klasse. Ab Dezember 2015 steht der 4x4² für 226.100 Euro bei den Händlern.

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