So kommt das Facelift des BMW 1er in 2015

Seit nunmehr zehn Jahren ist die 1er-Reihe von BMW auf dem Markt. Der Kompaktwagen verkaufte sich bislang fast zwei Millionen Mal. Rund vier Jahre nach der letzten Modellerneuerung schickt BMW 2015 den Drei- und den Fünftürer mit neuer Optik, überarbeitetem Interieur und frischer Kraft unter der Motorhaube ins Rennen. Dabei handelt es sich um das letzte Lifting der Hecktriebler-Version, bevor BMW ab 2017 auch den 1er auf Frontantrieb umstellt und die Modellreihe auf die gleiche UKL-Plattform setzt, auf der bereits dann der Mini, der X1 und der 2er Active Tourer Platz genommen haben.

Optische Überarbeitung
Der geliftete 1er bleibt in seinen äußeren Ausmaßen nahezu identisch zum Vorgänger. Lediglich Längen- und Höhenmaß legen zu: 0,5 Zentimeter in der Länge, zwei Zentimeter in der Höhe. Die BMW-Niere wurde umgestaltet, die Lufteinlässe wurden vergrößert. Die Scheinwerfer weisen eine deutlich flachere Geometrie auf, orientieren sich an der Optik des BMW 2er, sind serienmäßig mit LED-Tagfahrlicht ausgestattet und kommen optional in einer Voll-LED-Ausführung. Die für unseren Geschmack seitlich etwas zu groß ausgefallenen Heckleuchten sind in der mittlerweile BMW-typischen L-Form ausgeführt und arbeiten ebenfalls mit LED-Technik.

Umfangreichere Serienausstattung
Neben der Neugestaltung der oberen Mittelkonsole mit Bedienelementen für Radio und Klimatisierung wächst der Umfang der 1er-Serienausstattung. Eine Klimaautomatik, ein Regensensor und das Bediensystem iDrive samt freistehendem 6,5-Zoll-Display sind ab sofort serienmäßig mit an Bord. Über der Basisausführung der Modelle werden die Linien ,Advantage", ,Sport Line", ,Urban Line" und ,M Sport" angeboten.

Features aus höheren Fahrzeugklassen
Die geliftete Kompaktwagen-Reihe profitiert von Assistenzsystemen und Technikfeatures aus höheren Fahrzeugklassen. So halten beispielsweise eine radarbasierte Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go-Funktion, ein neuer Parkassistent, der automatisches Quereinparken beherrscht, und eine fest ins Fahrzeug integrierte SIM-Karte für Echtzeit-Staumeldungen und Karten-Updates Einzug in die 1er-Reihe.

Neuer Einstiegs-Diesel
Im Motorraum sind neue und überarbeitete Drei- und Vierzylinder-Aggregate untergebracht. So versteckt sich hinter der Modellbezeichnung 116d künftig der neue Einstiegsdiesel, ein 1,5-Liter-Dreizylinder mit 116 PS und 270 Newtonmeter maximalem Drehmoment. Der Durchschnittsverbrauch des TwinTurbo-Motors liegt zwischen 3,6 und 4,1 Liter auf 100 Kilometer. Wählt man die ,EfficientDynamics Edition" sinkt dieser auf einen Wert zwischen 3,4 und 3,8 Liter. Der 116d ist das einzige Modell in der Baureihe, das nicht mit optionalem Allradantrieb verfügbar sein wird. Auf der Selbstzünder-Seite ist des Weiteren ein überarbeiteter Zweiliter-Vierzylinder erhältlich. Das Aggregat ist ein drei Leistungsstufen mit 150, 190 und 224 PS ausgeführt.

Neuer Einstiegs-Benziner
Ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit drei Zylindern markiert den neuen Einstiegs-Otto. Der 116i leistet künftig 109 PS und bringt ein maximales Drehmoment von 180 Newtonmeter auf. Die Modelle 118i sowie 120i bekommen einen 1,6-Liter-Vierzylinder verpflanzt, der 136 respektive 177 PS leistet. Unverändert bleibt der 125i. Ein Reihenvierzylinder mit zwei Liter Hubraum entwickelt 218 PS sowie 310 Newtonmeter maximales Drehmoment und beschleunigt den Kompaktwagen in 6,4 Sekunden von null auf 100 km/h. Mit dem für alle Modelle optionalen Achtgang-Automatikgetriebe (serienmäßig im 125d, 120d xDrive und M135i xDrive) gelingt dem 125i der Spurt auf Tempo 100 in 6,2 Sekunden.

Das Spitzenmodell
Spitzenmodell bleibt nach wie vor der M135i. Mit 326 PS und 450 Newtonmeter maximalem Drehmoment konnte die Leistung des Dreiliter-Reihensechszylinders noch einmal um sechs PS gesteigert werden. Verbunden mit dem optionalen Allradantrieb sprintet der Kompakt-Sportler in 4,7 Sekunden von null auf Landstraßentempo und wird erst bei 250 km/h elektronisch eingefangen. Damit steht der M-1er gut da, denn eine Mercedes A-Klasse als 45-AMG-Version ist mit 360 PS nur 0,1 Sekunden schneller. Ein Audi S3 oder ein VW Golf R mit je 300 PS brauchen für den Beschleunigungstest rund fünf Sekunden.

Neuer 1er ab 22.950 Euro
Die Markteinführung ist für März 2015 geplant. Bislang lag der Basispreis für einen dreitürigen Basis-Benziner bei 21.950 Euro und für den Einstiegs-Diesel bei 24.150 Euro. Das M-Topmodell ist in der aktuellen Ausführung ab 39.850 Euro zu haben. Ab März heißt es dann etwas tiefer in die Tasche greifen: Der neue Einstiegs-Benziner kostet dann 22.950 Euro, der kleinste Diesel ist ab 26.200 Euro zu haben und für das Top-Modell müssen mindestens 41.900 Euro investiert werden.

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