Neue Generation des Golf-Gegners startet Ende 2015

Spätestens, wenn man 1:5 zurückliegt, sollte man im Fußball reagieren. In der Automobilindustrie ist das nicht viel anders: Auf einen verkauften Opel Astra kamen im Jahr 2014 fünf VW Golf. Und nicht nur vom noch relativ neuen Golf steigt der Druck auf den kompakten Opel, sondern auch vom renovierten Ford Focus und den Preisbrechern von Hyundai und Kia. Das weiß Rüsselsheim natürlich und arbeitet mit Hochdruck an der nächsten Astra-Generation, die voraussichtlich auf der Frankfurter IAA im September 2015 debütiert.

Mehr Platz im hinteren Teil
Die Baustellen, die Opel beim Wechsel vom Buchstaben J zu K beim Astra beheben muss, sind bekannt. Punkt eins ist die mangelhafte Raumausnutzung. Obwohl der aktuelle Astra mit 4,42 Meter 17 Zentimeter länger als der Golf ist, geht es im Fond bestenfalls kuschelig-gemütlich zu. Ändern soll das eine flexible Plattform namens D2XX, in die General Motors angeblich 220 Millionen Dollar investiert hat und die hauptsächlich von Opel konstruiert wurde. Auf ihr stehen auch die Nachfolger des Chevrolet Cruze und Chevrolet Volt. Beim Astra K rechnen wir mit etwa 4,35 Meter Länge und einem Radstand von 2,69 Meter. Durch gezielte Leichtbau-Maßnahmen soll der K zudem abspecken.

Weniger ist mehr
Punkt zwei ist das aktuell mit Knöpfen übersäte Cockpit, welches deutlich entschlackt wird. Im Astra K bringt Opel eine Lösung, die Elemente von Corsa und Insignia mischt. Alle Funktionen außer der Klimatisierung und Radiobedienung werden auf einen Touchscreen ausgelagert. Je nach Ausstattung blickt der Fahrer auf virtuell animierte Instrumente. Dritter und letzter Punkt ist das Design: Beim noch aktuellen Astra wirkt es zu beliebig, ja fast asiatisch. Gleichzeitig möchte man aber nicht schon wieder bei einem Astra-Nachfolger die Optik komplett umkrempeln. Und so zeigt der jetzt erwischte Erlkönig gerade an der Frontpartie viele Anleihen beim alten Modell. Am Heck werden die Leuchten sehr kantig und geradlinig. Sehr wahrscheinlich findet man im Astra K einige Elemente der 2013 gezeigten Studie Monza Concept wieder.

Wie beim Kadett A: Start mit einem Liter
Technisch dürfte der neue Einliter-Dreizylinder-Turbo mit 115 PS die Rolle des Basismotors übernehmen, falls ihm nicht noch sein kleinerer Bruder mit 90 PS zur Seite gestellt wird. Auf der Dieselseite beginnt das Programm mit 110 respektive 136 PS aus dem 1.6 CDTI. Neu sind eine Achtgang-Automatik für die noch stärkeren Aggregate und optionale Full-LED-Scheinwerfer. Auf den Markt kommt der Opel Astra K im Januar 2016.

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