Dodge bringt brutalen Durango SRT

Dodge kocht derzeit mal wieder auf der ganz heißen Flamme. Auf der New York Auto Show im April 2017 wird man den völlig radikalisierten Challenger SRT Demon vorstellen (ja, es gibt nach dem 717 PS starken Challenger Hellcat tatsächlich noch eine Steigerung). Zwei Monate früher, auf der Chicago Auto Show 2017, schlägt jetzt aber erstmal die Stunde des Durango SRT. Jawohl, Dodge stopft seinen 6,4-Liter-Hemi-V8 tatsächlich in einen riesengroßen Van (je nach Auslegung gilt auch sechssitziges SUV). Wobei, ganz neu ist das Thema innerhalb des Konzerns ja nicht. Der Jeep Grand Cherokee steht auf der gleichen Plattform wie der Durango und ist schon seit längerem in einer scharfgemachten SRT-Variante zu haben.

So schnell geht Van
Mit 482 PS und 637 Newtonmeter ist der Durango SRT für Dodge trotz der ungewohnten Form ein veritables Performance-Auto. Oder um es mit ihren eigenen Worten zu sagen: "Der Dodge Charger des Full-Size-SUV-Segments". Die nackten Daten untermauern dies auf beeindruckende Art und Weise. Lässt man den Hammer fallen, wuchtet sich der 2,5-Tonner in 4,4 Sekunden von 0-60 mph (0-97 km/h). Die Viertelmeile streckt das Familien-Monster in 12,9 Sekunden nieder. Zum Vergleich: Der neue Ford GT soll 10,8 Sekunden brauchen. Ein 2017er Porsche 911 mit PDK oder die Alfa Giulia Quadrifoglio benötigen 11,9 Sekunden. Ein bisschen Angst macht das schon irgendwie.

Diverse Fahrwerksverbesserungen
Um zu verhindern, dass der Durango SRT fährt wie ein Turbinen-betriebenes Einfamilienhaus, hat man ihn mit entsprechender Technik versorgt. Er kommt ausschließlich mit Allrad und kriegt ein aktives Mittendifferenzial, das bis zu 70 Prozent der Kraft in Richtung Hinterachse schieben kann. Dazu gibt es einstellbare adaptive Dämpfer sowie straffere Federn und Stabis, die dafür sorgen, dass das debile Biest halbwegs auf Kurs bleibt. Vielleicht auch nicht ganz dumm: Der Durango SRT bremst mit 380-Millimeter-Scheiben und Sechs-Kolben-Brembo-Sätteln vorne. Hinten werkeln 350er-Derivate mit Vier-Kolben-Sätteln. 20-Zöller mit 295er-Reifen mühen sich rundum um Traktion.

Wenig zurückhaltend
In der typisch zurückhaltenden Art, für die SRT-gebrandete Dodges nun mal bekannt sind, findet man außerdem eine Lederausstattung in "Demonic Red Laguna" innen, sowie breitere Kotflügel, diverse Lufteinlässe und Hutzen außen. Hinten künden zudem zwei dicke Auspuffrohre – vermutlich mit adäquatem Klangteppich – von der neuen Gewalt. Der Durango SRT ist aber nicht nur schnell, sondern mit einer Anhängelast von 3,9 Tonnen auch ziemlich praktisch. In den USA startet das Auto im vierten Quartal 2017. Den Weg nach Deutschland wird er – zumindest auf offiziellen Routen – nicht finden. Die Preise stehen noch nicht fest.

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