Der Gemballa Avalanche ist ein völlig irrer 911 Turbo

Nehmen wir mal an, Sie fahren einen "normalen" Porsche 911 Turbo. Dann verfügen Sie über 540 PS, 710 Newtonmeter und ganz generell über ein Auto, das ziemlich gut aus dem Knick kommt. Vermutlich kommt der Wunsch nach mehr Leistung bei Ihnen eher selten auf. Ihr Turbo knallt schließlich in glatten drei Sekunden von 0-100 km/h und hört mit der Beschleunigung erst auf, wenn 320 Sachen auf dem Tacho stehen. Und trotzdem passieren Dinge wie der neue Gemballa Avalanche.

820 PS im 911 Turbo
Ja, dieses bemerkenswert lilafarbene Gefährt auf obigen Bildern wird wie eine Lawine (nichts anderes heißt "Avalanche" schließlich) über den Genfer Autosalon (9. bis 19. März) hineinbrechen. Das liegt zu großen Teilen an der recht offensiven Optik, zu noch viel größeren Teilen aber an der völlig hanebüchenen Leistung. Jawohl, Gemballa packt 820 PS und 950 Newtonmeter in einen Porsche 911 Turbo. Das sind 280 PS und 240 Newtonmeter mehr als vorher. Wir quälen uns mit der Frage, wie derartiges funktioniert, aber Gemballa verrät es nicht. Noch nicht, zumindest.

Ein echter Gemballa
Ganz generell ist der schwäbische Kult-Tuner sehr schweigsam, was seinen neuen "Avalanche" betrifft. Der Schöpfer großartiger Stil-Legenden wie dem Mirage GT (auf Carrera-GT-Basis) spricht lediglich davon, dass sich der Avalanche "in einem unbeschreiblichen Szenario aus Motorsound, Kraft und Beschleunigung in Richtung Horizont katapultiert". Klingt äußerst martialisch. Und damit wären wir auch schon beim Design angelangt. Informationen gibt es auch hier nicht, aber was wir auf den zwei gerenderten Bildern erkennen, sollte Gemballa-Fans die Freudentränen in die Augen treiben: Eine neue Haube mit Monster-Powerdome (wozu eigentlich?), ausladende Schürzen-Arrangements, neue und sehr güldene Räder, der glorreiche Vierfach-Turbinen-Auspuff sowie ein Heckspoiler von der Größe Baden-Württembergs lassen keinen Zweifel – hier kommt ein Gemballa, wie er im Buche steht.

Rekorde brechen mit Gemballa
Bleibt nur noch zu erwähnen, dass der Avalanche – benannt nach Gemballas erstem und 385 PS starken 911-Turbo-Werk von 1985 – nicht das einzige Genf-Exponat der Leonberger sein wird. Gemballa-Chef Steffen Korbach verspricht fast geheimnisvoll: ,Mit dem Gemballa Avalanche und dem Gemballa GTR 780 EVO-R präsentieren wir in Genf zwei Supersportwagen, die hinsichtlich Performance und Style Maßstäbe neu definieren und Rekorde brechen werden". Klingt sehr verheissungsvoll. Mehr Informationen gibt es dann in Genf.

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