Herz-Schrittmacher

Er wird doch nicht? Bedrohlich weit hat sich der Beifahrer eines Kleinbusses aus dem Fenster gelehnt, um unser Auto auf sein Handy zu bannen. Damit ist er nicht alleine: Ich fühle mich nach einer halben Stunde durch Barcelona wie die Mona Lisa. Jeder guckt, jeder fotografiert. Allerdings ist die kostbare Gemälde-Dame weit unauffälliger als unser Kraftwagen. Ein knallblauer McLaren 570S Spider ist eben nichts für introvertierte Naturen.

Für leichtes Gepäck
Erst recht nicht, wenn man das Hardtop in 15 Sekunden geöffnet hat. Möglich ist das bis 40 km/h und erinnert vom Ablauf her frappierend an den Mazda MX-5 RF. Ein wesentlicher Unterschied beim McLaren 570S Spider: Ist hier das Dach geschlossen, passen in dessen Ablagefach 52 Liter Gepäck. Durchaus hilfreich mit Blick auf die überschaubaren 150 Liter unter der Vorderhaube.

Maßvolle Stückzahlen
Da wir gerade beim Thema Bescheidenheit sind: McLaren feiert zwar ein Spitzenergebnis von 3.286 verkauften Fahrzeugen im Jahr 2016. Aber mehr als 5.000 Autos werden die Briten pro Jahr nicht bauen. Exklusivität ist bei der Autosparte (es gibt im Konzern noch die McLaren Technology Group inklusive des Formel-1-Teams) ein wichtiges Thema. Trotzdem sollen bis zum Jahr 2022 insgesamt 22 neue Autos und Derivate auf den Markt kommen. Eines davon ist jetzt der 570S Spider.

In Schale geworfen
Elf Tage Arbeit und 188 Mannstunden stecken in jedem dieser Roadster, die mit 1.359 Kilogramm nur 46 Kilo schwerer als das 570S Coupé sind. Das Zauberwort...