Selbstfindungs-Projekt

,Soll das ein Auto sein?" Das war die Reaktion meiner Mutter, als ich ihr ein Bild meines neuen Testwagens per WhatsApp schickte. Und ja: Die erste Begegnung mit dem Kia Soul Turbo war gewöhnungsbedürftig. Aber je mehr Zeit wir miteinander verbrachten, desto mehr wuchs der kastige Koreaner mir ans Herz. Warum? Das klärt dieser Test.

Van? SUV? Crossover?
Bevor wir auf die technischen Details des Soul eingehen, schauen wir uns die Mischung aus Mini-Van und Kompakt-SUV doch einmal genauer an. Und wie diese beiden Zutaten schon vermuten lassen: Eine Schönheit ist der Soul nicht. Die grobschlächtige Front geht in einen Van-artigen Aufbau über und endet in einem Rucksack-mäßigen Heck. Zwar können sich die einzelnen Partien als solche durchaus sehen lassen, in Kombination wirken sie trotzdem recht seltsam. Pluspunkte sammelt der Soul mit den schicken LED-Tagfahrlichtern und -Rückleuchten. Außerdem ist der Kia im auffälligen Farbton ,Wild Orange Metallic" ein echter Farbtupfer im tristen Straßenbild.

Guter Innenraum
Deutlich besser als beim Exterieur schneidet der Soul beim Innenraum ab. Das Cockpit ist – dank der unorthodoxen Fahrzeugform – recht großzügig dimensioniert und bietet sowohl in der ersten als auch in der zweiten Sitzreihe ausreichend Platz. Selbst das Panorama-Dach raubt dem Fond nicht allzu viel Kopffreiheit. Der Einstieg ist durch das SUV-hafte Fahrwerk angenehm hoch. Das recht kleine Multifunktionslenkrad liegt gut in der Hand und alle Knöpfe sind mit wenigen Finge...