Neuer Kia Ceed im Test

Was Sie hier sehen, ist Koreas neuester Versuch, sich an den VW Golf heranzupirschen, um ihn irgendwann hinterrücks … naja, Sie wissen schon. Kia meint es wirklich sehr ernst mit seinem neuen Ceed. Nicht nur, dass man das verwirrende Apostroph aus dem Namen gestrichen hat, damit Journalisten nicht mehr bei jedem ’C’e’e’d’-Artikel wutentbrannt die Tastatur auf ihrem Schreibtisch/ihrem Kollegen kaputt hauen. Nein, man behauptet auch ganz forsch, dass man keinen Bock mehr hat, „Follower“ zu sein, sondern sich stattdessen als „First Mover“ sieht, als Taktgeber. Entsprechend ambitioniert hat man die Entwicklung der dritten Ceed-Generation angepackt. Der neue ist nicht nur geräumiger, connecteter und autonomer denn je, er soll auch endlich so fahren, dass nicht jede Kurve wie ein lästiges Übel erscheint.

Die Basics, bitte …
Ganz grundsätzlich teilt sich der neue Ceed den Unterbau mit dem Hyundai i30. Die Abstimmungen aber, so sagte man mir, unterscheiden sich durchaus. Länge und Radstand bleiben auf dem Niveau des Vorgängers, Ceed Nummer drei ist aber etwas breiter und flacher als bisher. Auch die nach hinten geschobene A-Säule ist dem Willen nach mehr Dynamik zuzuschreiben. Was beim vorderen Überhang zu viel war, wandert nach hinten. Darüber freut sich der Kofferraum, der mit nun 395 Liter (plus 15 Liter) nach dem Peugeot-308-Abteil der zweitgrößte im Segment ist. Bei Bein- und Schulterfreiheit im Fond reklamieren die aufmüpfigen Koreaner sogar den Spitzenplatz für sich. Ein kurz...