Luxus für die Familie

Alle wollen es sein, sogar Aldi entdeckt es inzwischen für sich: ,Premium" ist nicht nur in der Automobilbranche Anspruch, Schlagwort und Gummiparagraph zugleich. Der gemeine Kunde lässt sich nicht mehr mit einem Butterbrot abspeisen, es muss schon eine Scheibe Lachs darauf liegen. Wolfgang Kopplin, Verkaufschef bei Ford, zeigt das an einem Beispiel: Bei den Baureihen, in denen es die Topausstattung ,Titanium" gibt, greifen die Kunden gerne zu diesem höchsten Level. Seit einiger Zeit legt Ford noch eine Schippe drauf und bietet die so genannten Vignale-Versionen an. Nach Mondeo und Edge ist jetzt der S-Max an der Reihe. Wir haben den noblen Van mit 180 PS starkem Diesel getestet.

Nobel-Ford für Kundenkaiser
Vignale? Da war doch mal etwas? Der Name stammt vom italienischen Karosseriebauer Alfredo Vignale (1913 bis 1969), der unter anderem diverse Maserati-Modelle einkleidete. Nach Vignales Tod gingen die Namensrechte an Ford, als der Konzern die Firma Ghia kaufte. Letzteres kennen viele noch als plüschige Luxusausstattung mit nicht immer echtem Holz. Die neuen Vignale-Ford sind gewissermaßen Ghia 2.0, aber doch anders gedacht. Denn inklusive sind nicht nur Chromprunk an der Karosserie und edle Materialien innen, sondern auch ein besonderer Service. 40 spezielle ,Ford-Stores" soll es bis Ende 2016 in Deutschland geben, angepeilt sind langfristig 90 solcher Stützpunkte. Dort gibt es eigene Vignale-Lounges, aber auch einen Hol- und Bringdienst bei Werkstattterminen. Der Kunde so...