Beschleunigter Entschleuniger

Was wurde nicht geunkt, als Volvo vom chinesischen Geely-Konzern übernommen wurde. Nicht wenige sahen den Untergang des Abendlandes am Horizont oder gar einen Ausverkauf automobiler Kultur. Doch in den letzten vier Jahren ist das Gegenteil eingetreten: Die Verkaufszahlen steigen und Designchef Thomas Ingenlath arbeitet an schicken Neuheiten. Bis es allerdings so weit ist, räumt Volvo erst einmal seine Motorenpalette auf. Die Fünfzylinder gehen sukzessive in Rente, künftig wird es nur noch Vierzylinder-Triebwerke mit zwei Liter Hubraum geben. Sind Sie ein guter Ersatz? Wir haben es getestet.

Block-Bildung
Die neuen Motoren basieren auf einem gemeinsamen Block, egal ob es sich um Benziner oder Diesel handelt. Gemeinsam ist auch der Zylinderabstand, die Bohrung und der Hub. Hinzu gesellen sich Gleichteile wie Kurbelwelle, Ölwanne und Lichtmaschine. Das spart Kosten in der Produktion, ebenso die Straffung der Getriebeauswahl auf eine manuelle Box mit sechs Gängen und eine Automatik mit acht Gängen. Seitens Volvo wird die kompakte Bauweise der so genannten ,Drive-E"-Motorenfamilie hervorgehoben. Damit das so bleibt, bekommen die Aggregate je nach Leistung einen oder mehrere Turbolader verpasst. Im Topmodell T6 mit 306 PS ist sogar ein Kompressor im Spiel. Fast hätten wir es vergessen: Sparsamer sollen die neuen Euro-6-Maschinen natürlich auch sein.

Klassik und Moderne
Soweit die Theorie in Kurzform, für die Praxis stehen wir vor der Qual der Wahl: Welches Volvo-Modell nehmen? B...