Ein Schritt zurück – in Richtung Klippe

Alle, alle sind sie tot. James Last, Pierre Brice und Christopher Lee auch, aber wir reden hier von Alfa 159, Fiat Croma, Honda Accord, Nissan Primera, Mitsubshi Galant, Seat Exeo und Konsorten. Citroën C5, Kia Optima, Renault Laguna und Suzuki Kizashi stehen ebenfalls auf der Abschussliste. Allmählich verschwinden die Importeursautos aus der Mittelklasse. Mit rund 3.700 Verkäufen pro Jahr steht der Toyota Avensis im Vergleich gar nicht mal so schlecht da, doch auch er ist eine bedrohte Spezies. Springt er Gevatter Tod noch mal von der Schippe? Wir haben das nun geliftete Modell getestet.

Mit Merkel-Mund
Der aktuelle Avensis ist schon sechs Jahre alt, da wäre fast schon ein Generationswechsel fällig. Toyota belässt es beim Facelift, vielleicht auch wegen der schlechten Zukunftsaussichten. Optisch jedenfalls, das muss ich sagen, hat sich der Wagen beim Facelift nicht zum Besseren verändert. Er blickt mich mürrisch an, die nach unten gezogenen Linien an der Front erinnern an Angela Merkels Mundwinkel, wenn sie auf irgendeinem öden Flughafen an Ukraine, Griechenland und NSA-Spione denkt.

Das Volumenmodell
Bei mir hellt sich die Stimmung gerade etwas auf, weil ich an einen Burger denke, den Royal TS. Vielleicht überträgt sich das auf mein Testauto, denn das heißt in der Koseform ebenfalls TS (für Touring Sports). Auf den Kombi entfallen in Deutschland 90 Prozent der Verkäufe, sodass die Stufenhecklimousine eigentlich auch fast entfallen könnte (wie kürzlich beim Hyundai i40). M...