Mitsubishi Pajero 3.2 DI-D (2010) im Test
Kerniger Kamerad: Offroader mit überarbeitetem Vierzylinder-Diesel
Nicht für jeden ist der 18. Geburtstag etwas Besonderes. Während junge Leute aus diesem Anlass in der Regel eine große Feier schmeißen, begeht der Mitsubishi Pajero seine Volljährigkeit ohne großes Aufsehen. Seit 1982 gibt es den Geländewagen bereits, die aktuelle vierte Generation läuft seit drei Jahren vom Band – wahlweise als 4,39 Meter langer Dreitürer oder mit 4,90 Meter und zwei Türen mehr.
3,2 Liter Hubraum, aber nur vier Zylinder
Ein wenig herausgeputzt hat sich der Japaner dann doch zum Wiegenfest. Kernstück bei der Renovierung war die Überarbeitung des Dieselantriebs, der als Alternative zum unverändert angebotenen V6-Benziner mit 3,8 Liter Hubraum erhältlich ist. Lautet bei den Motorenbauern heutzutage meist die Devise ,viel Leistung, wenig Hubraum" könnte beim Pajero das Motto heißen ,viel Hubraum, wenig Zylinder". Denn trotz 3,2 Liter Hubraum beschränkt sich der Common-Rail-Diesel auf nur vier Zylinder. Bisher leistete das Triebwerk mit Fünfgang-Handschaltung 160 und in der Automatikversion 170 PS. Jetzt bringt es der Selbstzünder auf 200 Pferdestärken, unabhängig von der Getriebevariante.
Eher behäbiger Vortrieb
Der fünftürige Pajero 3.2 DI-D Automatik bewegt sich allerdings eher behäbig über den Asphalt. Etwas mehr Spritzigkeit würde ihm trotz 441 Newtonmeter Drehmoment gut zu Gesichte stehen. Von null auf 100 km/h beschleunigt der Wagen in 11,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei Tempo 180 erreicht. Doch dass der über 2,3 Tonnen schwere Offroader genügend Kraftreserven besitzt, zeigt die Tatsache, dass er für eine Anhängelast von bis zu 3.500 Kilogramm ausgelegt ist.
Lautstarker Geselle
Die neue fünfstufige Automatik wechselt die Gänge sanft und soll zum Spritsparen beitragen. 9,3 Liter auf 100 Kilometer gibt der Hersteller als Normverbrauch an. Wir benötigten jedoch zwischen zwei und vier Liter mehr pro 100 Kilometer. Mitsubishi hebt hervor, dass Vibrationen und Schwingungen deutlich reduziert werden konnten. Doch der kernige Klang des Turbodiesels ist in der Kabine zu deutlich wahrnehmbar.
Offroad fühlt er sich zu Hause
Seine Qualitäten stellt der 2,3 Tonnen schwere Geländewagen abseits befestigter Straßen unter Beweis: Dank serienmäßigem Allradantrieb, zuschaltbarem Hinterachs-Sperrdifferenzial sowie einer Bergabfahrhilfe packt der Pajero Steigungen von bis zu 70 Prozent. Wasserdurchfahrten soll er bis maximal 70 Zentimeter Tiefe bewältigen.
Robustes Design, aber wenig Neues
Äußerlich zeigt sich der Pajero des Modelljahrgangs 2010 unverändert, er bleibt seinem robusten Design treu. Lediglich neu gestaltete Leichtmetallfelgen sind im Angebot. Der Innenraum wird durch zusätzliche Aluminium-Applikationen aufgewertet. Zudem wurde die Festplattenkapazität des Navigations- und Entertainmentsystems auf 40 Gigabyte erhöht. Wünschenswert wäre hier aber auch eine Überarbeitung der etwas antiquiert wirkenden grafischen Darstellung gewesen. Die wuchtige Armaturentafel wird weiterhin von Hartplastik und Holz-imitaten dominiert.
Jede Menge Platz
Unser Testwagen in der höchsten Ausstattungsstufe ,Instyle" verfügt über bequeme Teilledersitze, die jedoch nur wenig Seitenhalt bieten. Vom insgesamt geräumigen Platzangebot des Fünftürers profitieren besonders die Fondpassagiere: Hier können auch drei Erwachsene bequem nebeneinander sitzen. Im hinteren Fahrzeugboden ist eine dritte Sitzreihe versenkt. Wird sie ausgeklappt, können zwei weitere Personen mitfahren – bei allerdings geringer Beinfreiheit. Im Gepäckabteil stehen je nach Bestuhlung zwischen 215 und 1.789 Liter Ladevolumen zur Verfügung. Damit besitzt das Fahrzeug fast schon Transporterqualitäten.
Starre Ausstattungspakete
Der Pajero 3.2 DI-D ist in den Varianten Inform (nur mit Schaltgetriebe), Invite, Insense und Instyle erhältlich. Abweichend von den dort zusammengestellten Ausstattungspaketen sind nur wenige Extras individuell bestellbar. Für die Topversion des fünftürigen Pajero 3.2 DI-D Automatik ruft Mitsubishi 50.790 Euro auf. In der Basisausstattung ist der Geländewagen allerdings auch für über 10.000 Euro weniger zu haben.
3,2 Liter Hubraum, aber nur vier Zylinder
Ein wenig herausgeputzt hat sich der Japaner dann doch zum Wiegenfest. Kernstück bei der Renovierung war die Überarbeitung des Dieselantriebs, der als Alternative zum unverändert angebotenen V6-Benziner mit 3,8 Liter Hubraum erhältlich ist. Lautet bei den Motorenbauern heutzutage meist die Devise ,viel Leistung, wenig Hubraum" könnte beim Pajero das Motto heißen ,viel Hubraum, wenig Zylinder". Denn trotz 3,2 Liter Hubraum beschränkt sich der Common-Rail-Diesel auf nur vier Zylinder. Bisher leistete das Triebwerk mit Fünfgang-Handschaltung 160 und in der Automatikversion 170 PS. Jetzt bringt es der Selbstzünder auf 200 Pferdestärken, unabhängig von der Getriebevariante.
Eher behäbiger Vortrieb
Der fünftürige Pajero 3.2 DI-D Automatik bewegt sich allerdings eher behäbig über den Asphalt. Etwas mehr Spritzigkeit würde ihm trotz 441 Newtonmeter Drehmoment gut zu Gesichte stehen. Von null auf 100 km/h beschleunigt der Wagen in 11,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei Tempo 180 erreicht. Doch dass der über 2,3 Tonnen schwere Offroader genügend Kraftreserven besitzt, zeigt die Tatsache, dass er für eine Anhängelast von bis zu 3.500 Kilogramm ausgelegt ist.
Lautstarker Geselle
Die neue fünfstufige Automatik wechselt die Gänge sanft und soll zum Spritsparen beitragen. 9,3 Liter auf 100 Kilometer gibt der Hersteller als Normverbrauch an. Wir benötigten jedoch zwischen zwei und vier Liter mehr pro 100 Kilometer. Mitsubishi hebt hervor, dass Vibrationen und Schwingungen deutlich reduziert werden konnten. Doch der kernige Klang des Turbodiesels ist in der Kabine zu deutlich wahrnehmbar.
Offroad fühlt er sich zu Hause
Seine Qualitäten stellt der 2,3 Tonnen schwere Geländewagen abseits befestigter Straßen unter Beweis: Dank serienmäßigem Allradantrieb, zuschaltbarem Hinterachs-Sperrdifferenzial sowie einer Bergabfahrhilfe packt der Pajero Steigungen von bis zu 70 Prozent. Wasserdurchfahrten soll er bis maximal 70 Zentimeter Tiefe bewältigen.
Robustes Design, aber wenig Neues
Äußerlich zeigt sich der Pajero des Modelljahrgangs 2010 unverändert, er bleibt seinem robusten Design treu. Lediglich neu gestaltete Leichtmetallfelgen sind im Angebot. Der Innenraum wird durch zusätzliche Aluminium-Applikationen aufgewertet. Zudem wurde die Festplattenkapazität des Navigations- und Entertainmentsystems auf 40 Gigabyte erhöht. Wünschenswert wäre hier aber auch eine Überarbeitung der etwas antiquiert wirkenden grafischen Darstellung gewesen. Die wuchtige Armaturentafel wird weiterhin von Hartplastik und Holz-imitaten dominiert.
Jede Menge Platz
Unser Testwagen in der höchsten Ausstattungsstufe ,Instyle" verfügt über bequeme Teilledersitze, die jedoch nur wenig Seitenhalt bieten. Vom insgesamt geräumigen Platzangebot des Fünftürers profitieren besonders die Fondpassagiere: Hier können auch drei Erwachsene bequem nebeneinander sitzen. Im hinteren Fahrzeugboden ist eine dritte Sitzreihe versenkt. Wird sie ausgeklappt, können zwei weitere Personen mitfahren – bei allerdings geringer Beinfreiheit. Im Gepäckabteil stehen je nach Bestuhlung zwischen 215 und 1.789 Liter Ladevolumen zur Verfügung. Damit besitzt das Fahrzeug fast schon Transporterqualitäten.
Starre Ausstattungspakete
Der Pajero 3.2 DI-D ist in den Varianten Inform (nur mit Schaltgetriebe), Invite, Insense und Instyle erhältlich. Abweichend von den dort zusammengestellten Ausstattungspaketen sind nur wenige Extras individuell bestellbar. Für die Topversion des fünftürigen Pajero 3.2 DI-D Automatik ruft Mitsubishi 50.790 Euro auf. In der Basisausstattung ist der Geländewagen allerdings auch für über 10.000 Euro weniger zu haben.
Wertung
Preisliste
|
Mitsubishi Pajero 3.2 DI-D Automatik Fünftürer Invite |
|
| Grundpreis: | 40.390 Euro |
| Modell | Preis in Euro |
| Mitsubishi Pajero 3.2 DI-D Automatik Fünftürer Intense | 45.290 |
| Mitsubishi Pajero 3.2 DI-D Automatik Fünftürer Instyle | 50.790 |
| Ausstattungen | Preis in Euro |
| ABS | Serie |
| ESP | Serie |
| ASR | Serie |
| Airbag Fahrer | Serie |
| Airbag Beifahrer | Serie |
| Seitenairbags vorn | Serie |
| Kopfairbags vorn | Serie |
| Kopfairbags hinten | Serie |
| elektr. Fensterheber vorn | Serie |
| elektr. verstellbare Außenspiegel | Serie |
| Klimaautomatik | Serie |
| Zentralverriegelung mit Fernbed. | Serie |
| Automatikgetriebe | Serie (5 Gänge) |
| Bildschirmnavigation | Serie bei Instyle |
| CD-Radio | Serie |
| MP3 | Serie |
| elektr. Schiebedach | Serie bei Instyle |
| Metalliclackierung | 690 |
| Leichtmetallfelgen | Serie (17 Zoll) |
| Sitzhöheneinstellung | Serie |
| Tempomat | Serie ab Intense |
| Lederausstattung | Serie bei Instyle |
| Xenonlicht | Serie ab Intense |
| Nebelscheinwerfer | Serie ab Intense |
| Anhängevorrichtung | ab 315 |
| Bergabfahrhilfe | Serie |
| Dachreling | Serie bei Instyle |
| abgedunkelte hintere Scheiben | Serie ab Intense |
| Parksensoren hinten | Serie bei Intense |
| Rückfahrkamera | Serie bei Instyle |
| Licht- und Regensensor | Serie ab Intense |
| Multifunktions-Lederlenkrad | Serie ab Intense |
| Bluetooth-Freisprecheinrichtung | Serie ab Intense |
| Klimaanlage hinten | Serie ab Intense |
| dritte Sitzreihe | Serie |
| Sitzheizung vorn | Serie ab Intense |
Datenblatt
| Motor und Antrieb | |
| Motorart | Reihen-Dieselmotor mit Turboaufladung und Common-Rail-Direkteinspritzung |
| Zylinder | 4 |
| Ventile | 4 |
| Hubraum in ccm | 3.200 |
| Leistung in PS | 200 |
| Leistung in kW | 147 |
| bei U/min | 2.000 |
| Drehmoment in Nm | 441 |
| Antrieb | permanenter Allradantrieb |
| Gänge | 5 |
| Getriebe | Automatikgetriebe |
| Kraftverteilung | Vorderachsantrieb abschaltbar |
| Fahrwerk | |
| Spurweite vorn in mm | 1.570 |
| Spurweite hinten in mm | 1.570 |
| Radaufhängung vorn | Einzelradaufhängung an Doppel-Dreiecklenkern, Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer, Querstabilisator |
| Radaufhängung hinten | Mehrlenker-Einzelradaufhängung mit Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer, Querstabilisator |
| Bremsen vorn | Scheiben, innenbelüftet |
| Bremsen hinten | Scheiben, innenbelüftet |
| Wendekreis in m | 11,4 |
| Räder, Reifen vorn | 265/60 R 18, 7,5 JJ x 18 |
| Räder, Reifen hinten | 265/60 R 18, 7,5 JJ x 18 |
| Lenkung | Zahnstangenlenkung mit geschwindigkeitsabhängiger Servounterstützung |
| Geländekompetenz | |
| Böschungswinkel vorn in Grad | 36,6 |
| Böschungswinkel hinten in Grad | 25,0 |
| Rampenwinkel in Grad | 22,5 |
| Steigfähigkeit in Prozent | 70 |
| Wattiefe in mm | 700 |
| Bodenfreiheit in mm | 235 |
| Maße und Gewichte | |
| Länge in mm | 4.900 |
| Breite in mm | 1.875 |
| Höhe in mm | 1.900 |
| Radstand in mm | 2.780 |
| Leergewicht in kg | 2.340 |
| Zuladung in kg | 690 |
| Kofferraumvolumen in Liter | 215 |
| Kofferraumvolumen, variabel in Liter | 1.789 |
| Anhängelast, gebremst in kg | 3.500 |
| Dachlast in kg | 100 |
| Tankinhalt in Liter | 88 |
| Kraftstoffart | Diesel |
| Fahrleistungen / Verbrauch | |
| Höchstgeschwindigkeit in km/h | 180 |
| Beschleunigung 0-100 km/h in Sekunden | 11,1 |
| EG-Gesamtverbrauch in Liter/100 km | 9,3 |
| EG-Verbrauch innerorts in Liter/100 km | 11,3 |
| EG-Verbrauch außerorts in Liter/100 km | 8,2 |
| Testverbrauch Gesamt in Liter/100 km | 13,9 |
| CO2-Emission in g/km | 247 |
| Schadstoffklasse | Euro 4 |
| Fixkosten | |
| Steuer pro Jahr in Euro | 512 |
| Haftpflicht-Klasse | 23 |
| Teilkasko-Klasse | 25 |
| Vollkasko-Klasse | 26 |
Bildergalerie: Kerniger Kamerad
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