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Besitzer zahlten Millionen, um in Aston Martins Turm in Miami zu wohnen. Nun soll er Risse haben

Eigentümer in Miami behaupten, dass der zwei Jahre alte Turm unter Rissen, Wasserlecks und anderen Baumängeln leidet

Eigentümer der Aston Martin Residences beklagen Rissbildung
Bild von: Aston Martin

Nach Porsche Design im Jahr 2018 eröffnete auch Aston Martin Anfang 2024 seinen eigenen Wohnturm direkt am Wasser von Brickell. Mit einer Höhe von rund 250 Meter (damit ist der gut 60 Meter höher als der Porsche-Turm in Sunny Isles Beach – wurde er schnell zum höchsten Wohngebäude in Miami.

Nun, gut zwei Jahre später, sagen die Bewohner, dass der Luxusturm bereits Anzeichen schwerwiegender Mängel zeigt.

Aston Martin Residences Miami

Aston Martin Residences Miami

Bild von: Aston Martin

Bewohner melden gravierende Mängel

Laut einem neuen Bericht von Realtor.com behauptet die Eigentümergemeinschaft der Aston Martin Residences, dass der erst zwei Jahre alte Turm unter einer langen Liste von Baumängeln leidet.

Die Gemeinschaft, die die Eigentümer in dem 66 Stockwerke hohen Wolkenkratzer mit 391 Einheiten vertritt, hat rechtliche Schritte gegen den Projektentwickler Riverwalk East Developments sowie gegen mehrere am Projekt beteiligte Bauunternehmen und Planungsbüros eingeleitet.

In der Klage ist von allem die Rede von gerissenem Beton und Wassereintritt bis hin zu Korrosion an der Ufermauer und an Balkonen. Zudem verweist sie auf das, was als „erhebliche Rissbildung“ im gesamten Gebäude beschrieben wird. Das weckt Sorgen hinsichtlich möglicher Sicherheitsrisiken und kostspieliger Reparaturen.

Die Kanzlei Haber Law aus Miami, die die Eigentümergemeinschaft vertritt, sagte gegenüber Realtor.com, dass die Beseitigung der mutmaßlichen Mängel Millionen US-Dollar kosten könnte. Wir haben die Kanzlei um weitere Details gebeten und werden diesen Beitrag aktualisieren, sobald eine Rückmeldung vorliegt.

Riverwalk East Developments bezeichnete die Vorwürfe in einer Stellungnahme gegenüber Realtor.com derweil als „unbegründet“ und erklärte, die Ansprüche wirkten wie ein Versuch, „von ungelösten Verpflichtungen“ auf Seiten der Eigentümergemeinschaft abzulenken. Wir haben Riverwalk East Developments ebenfalls um eine Stellungnahme gebeten.

Ein Sprecher von Aston Martin erklärte gegenüber Motor1: „Wir sind uns der Vorwürfe bewusst, und die Angelegenheit wird derzeit geprüft.“

Aston Martin Residences Miami
Bild von: Aston Martin

Nicht die einzigen Probleme in Miami

Die Probleme bei den Aston Martin Residences sind nicht die einzigen Bedenken rund um die wachsende Zahl von Wolkenkratzern in Südflorida, die den Namen von Automobilherstellern tragen. Im vergangenen Jahr kam eine Studie der University of Miami zu dem Ergebnis, dass Dutzende luxuriöse Hochhäuser an der Küste – darunter auch der Porsche Design Tower in Sunny Isles Beach – zwischen 2016 und 2023 um bis zu 7,6 Zentimeter abgesackt sind.

Die Forscher identifizierten Anzeichen von Bodensenkungen bei 35 Gebäuden in Sunny Isles Beach, Surfside, Bal Harbour und Miami Beach.

Die Studie fand keine akuten strukturellen Probleme am Porsche-Turm und Experten betonten, dass ein gewisses Setzen bei neueren Gebäuden normal sei. Dennoch warfen die Ergebnisse neue Fragen zu den langfristigen Herausforderungen auf, mit denen ultra-luxuriöse Bauprojekte an der sandigen Küstenlinie Südfloridas konfrontiert sind.

Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass die mutmaßlichen Mängel bei den Aston Martin Residences mit den in der Porsche-Studie festgestellten Bodensenkungen zusammenhängen.


Motor1 meint: Autohersteller vergeben ihren Namen derzeit gern an Luxusapartments und Wolkenkratzer, weil sich das Branding praktisch von selbst verkauft. Berichte wie dieser zeigen jedoch die Schattenseite dieser Strategie. Die meisten Hersteller bauen diese Türme nämlich nicht selbst – sie lizenzieren ihren Namen und wirken an der Gestaltung mit.