Forster A 699 DVB: Alkoven mit 8 Schlafplätzen und neuem Look
Forster erneuert seinen Familien-Alkoven komplett und bringt bis zu acht Schlafplätze unter 60.000 Euro
Campingmobile werden immer größer, schwerer und teurer. Der neue Forster A 699 DVB schlägt jedoch eine andere Richtung ein. Anstelle von Design-Eskapaden oder Luxus-Gimmicks setzt der Alkoven auf eine Eigenschaft, die bei vielen Familien inzwischen fast exotisch wirkt: möglichst viele Schlafplätze auf möglichst wenig Raum.
Das Ergebnis sind bis zu acht Schlafplätze auf einer Fahrzeuglänge von knapp sieben Metern. Damit trifft Forster einen Nerv. Denn während viele aktuelle Wohnmobile immer komfortabler werden, schrumpft die Zahl der festen Betten häufig auf vier oder weniger. Wer mit mehreren Kindern, Freunden oder den Großeltern unterwegs ist, benötigt schnell deutlich größere Reisemobile.
Bildergalerie: Forster A 699 DVB (2026)
Äußerlich fällt vor allem die neue Form des Alkovens auf. Die Haube über dem Fahrerhaus wurde stärker nach hinten abfallend gestaltet, was nicht nur moderner aussieht, sondern gleichzeitig die Stehhöhe im Innenraum auf bis zu 2,04 Meter verbessert. Dazu kommen neue Seitenschürzen, ein überarbeitetes Heck mit integrierter Rückfahrkamera sowie LED-Rückleuchten im Stabdesign.
Der eigentliche Star ist jedoch der Grundriss. Auf einer Länge von knapp sieben Metern bietet der A 699 DVB eine Bettenkapazität, für die manche Konkurrenten deutlich mehr Platz benötigen. Im Alkoven über dem Fahrerhaus finden zwei Personen Platz, im Heck befindet sich ein festes Doppelbett. Die Sitzgruppe lässt sich zusätzlich zur weiteren Liegefläche umbauen. In der Maximalkonfiguration finden somit bis zu acht Personen einen Schlafplatz.
Natürlich wird niemand acht Erwachsene dauerhaft auf sieben Metern unterbringen wollen. Aber darum geht es auch nicht. Der A 699 DVB richtet sich an Familien mit mehreren Kindern, an Patchwork-Familien oder an Camper, bei denen gelegentlich Freunde der Kinder mitreisen. Für diese Zielgruppe ist oft ein zusätzlicher Schlafplatz wichtiger als eine besonders große Dusche oder eine Kücheninsel.
Passend dazu hat Forster den Innenraum komplett neu gestaltet. Die Möbelarchitektur stammt aus den jüngsten Teilintegrierten der Marke und setzt auf gerade Linien, helle Holzdekore und weiße Möbelfronten. Grifflose Oberschränke, ein Boden in Schiffsplankenoptik sowie eine indirekte LED-Beleuchtung sorgen dafür, dass der Innenraum deutlich moderner wirkt. Gleichzeitig soll die neue Konstruktion mehr Stauraum und Bewegungsfreiheit bieten.
Auch bei der Technik bleibt Forster seiner Rolle als preisbewusste Einstiegsmarke treu. Basis ist weiterhin der Ford Transit. Bereits im Travel-Line-Paket sind der 165-PS-Dieselmotor und die Automatik an Bord. Hinzu kommen unter anderem eine XL-Aufbautür mit Zentralverriegelung, Rückfahrkamera, Fahrerhausverdunklung, Isofix-Befestigungen und ein großes Dachfenster.
Auch in puncto Praxistauglichkeit bleibt Forster seiner Linie treu. Die große Heckgarage ist weiterhin abgesenkt, um das Beladen zu erleichtern. Der Kühlschrank fasst 137 Liter, die Frischwasser- und die Abwassertanks jeweils 100 Liter. Beim Bad setzt die Baureihe auf eine Dusche und eine Cassettentoilette, beim Heizen auf eine Truma Combi 4.
Wer es winterlicher mag, kann zum Winter-Paket greifen. Dieses beinhaltet eine Truma Combi 6E, eine isolierte Einstiegsstufe, eine Fußbodentemperierung sowie einen beheizten und isolierten Abwassertank. Besonders bemerkenswert ist allerdings der Preis. Trotz neuer Karosserie, neuem Innenraum und umfangreicher Überarbeitung startet die Alkoven-Baureihe bei 58.900 Euro.
Der Forster A 699 DVB wird damit vermutlich kein Trendfahrzeug für Instagram-Camping oder Offroad-Abenteuer. Muss er auch nicht. Sein Job ist deutlich bodenständiger: Möglichst viele Menschen sollen auf möglichst wenig Raum untergebracht werden. Wer Allradtechnik sucht, findet mit dem Dopfer 332 A Granit eine spannende Alternative. Für klassische Familienurlaube dürfte der Forster aber die deutlich pragmatischere Lösung bleiben.
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