Porsche schließt chinesische Autohäuser wegen schwacher Verkäufe und Verlusten
Großartige Sportwagen werden Porsche womöglich nicht vor der weltweit stattfindenden Elektro-Apokalypse retten
Obwohl Porsche aktuell einige der besten Sportwagen der glanzvollen Unternehmensgeschichte baut, einen neuen Cayenne hat und dem Taycan gerade ein Update verpasste, startete man auch ins Jahr 2026 nicht wirklich optimal. Im ersten Quartal schrumpften die Verkäufe in nahezu allen Regionen außerhalb Deutschlands. We neue Berichte von IT-home via CarNewsChina nahelegen, führt die schwache Entwicklung in China dazu, dass der Hersteller nun vier regionale Händlerstandorte schließt.
Die vier Betriebe in Wuhu, Jining, Huai’an und Nanning stellten den Betrieb am 30. Juni ein und werden ihre Verkaufsautorisierungen anpassen. Unklar ist, welche dieser Häuser weiterhin für Serviceleistungen für bestehende Porsche-Kunden geöffnet bleiben und welche ihr Geschäft an andere Partner übergeben.
Porsche Taycan GTS
Vor den jüngsten Schließungen verfügte Porsche China über 116 Händlerzentren im Land. In den kommenden Jahren soll diese Zahl jedoch auf 80 sinken, um die Profitabilität zu verbessern. Berichten zufolge verliert jeder Händler pro Auslieferung 20.000 Yuan (rund 2.710 Euro) bis 30.000 Yuan (rund 4.060 Euro).
Das Streichen wenig gefragter Modelle (Taycan Sport Turismo) dürfte zwar etwas helfen, doch weitere Einschnitte sind nötig. Zudem hat der Hersteller in China rund 200 DC-Schnellladepunkte geschlossen, die vermutlich mit erheblichen Investitionen aufgebaut wurden. Porsche will außerdem Abteilungen verschlanken und restrukturieren – prognostiziert wird der Abbau von rund 3.900 Stellen.
Die Zuffenhausener beendeten das Jahr 2025 mit 41.938 ausgelieferten Fahrzeugen in China – ein Minus von 26,3 gegenüber 2024. Auch 2026 liegen die Verkäufe weiter im Minus: Im ersten Quartal wurden 7.519 Einheiten verkauft, ein Rückgang um 21,0 Prozent im Vergleich zu 2025. Tatsächlich verzeichnete China zu Jahresbeginn den größten Einbruch aller Märkte.
Motor1 meint: Porsche spürt die Folgen der Marktverschiebung weg von Elektroautos – und die Auswirkungen in China dürften stärker ausfallen als in anderen Regionen. China ist ein stark EV-geprägter Markt. Und obwohl auch in den USA die EV-Verkäufe deutlich nachgegeben haben, macht es Porsche verwundbar, wenn der chinesische Markt nicht ausreichend adressiert wird.
Größere Hersteller mit breiterem Portfolio könnten diese Phase eher abfedern – Porsche muss sich in China auf einige schwierige Jahre einstellen.
Quelle: IT-home via CarNewsChina
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