Tatsächlicher Verbrauch: Alfa Romeo Tonale Diesel (2026) im Test
Wie viel Kraftstoff verbraucht der 130 PS starke 1,6-Liter-Turbodiesel im realen Verkehr?
Zwischen Ende 2025 und Anfang 2026 wurde der Alfa Romeo Tonale optisch und bei den Ausstattungslinien überarbeitet. Dabei bleibt die bei Fans beliebte Diesel-Motorisierung im Programm – inzwischen fast schon eine Seltenheit im Segment der kompakten SUV.
Für unsere Rubrik "Tatsächlicher Verbrauch" war der Tonale Diesel bislang noch ein unbeschriebenes Blatt – eine Lücke, die der folgende Test schließt. Mit dem facegelifteten italienischen SUV, angetrieben von der weiterentwickelten Version des mittlerweile "klassischen" 1,6‑Liter‑Multijet-Turbodiesel (130 PS) und dem Doppelkupplungs-Automatikgetriebe, erreichte ich einen sehr guten Schnitt von 4,10 l/100 km und zahlte 28,25 Euro für den Diesel auf der Standardstrecke Rom–Forlì.
- Alfa Romeo Tonale (2026): Testdaten
- Alfa Romeo Tonale (2026): Testverbrauch
- Alfa Romeo Tonale (2026): Verbrauch der Konkurrenz
- Alfa Romeo Tonale (2026): Fahreindrücke
Die Testdaten
| Ausstattung | Alfa Romeo Tonale 1.6 Diesel 130 PS TCT6 Sprint |
| Grundpreis in Italien | 41.750 Euro |
| Testdatum | 18. Mai 2026 |
| Wetter (Start/Ziel) | Heiter, 26 Grad / Heiter, 23 Grad |
| Kraftstoffpreis | 1,914 Euro/l (Benzin) |
| Durchschnittsgeschwindigkeit Rom – Forlì | 70 km/h |
| Reifen | Pirelli Scorpion 235/40 R20 96V XL (EU-Label: A, A, 69 dB) |
Der Testverbrauch
Die Verbrauchswerte des überarbeiteten Alfa Romeo Tonale, konkret des 1.6 Diesel, bleiben insgesamt niedrig. Vor allem im Mix aus Stadt und Landstraße – und auch auf der Autobahn – steigt der Dieselbedarf nicht stark an.
Alfa Romeo Tonale
Der großzügige Tank mit 55 Litern erlaubte mir je nach Szenario eine theoretische Reichweite von fast 900 Kilometern, mit Spitzen von über 1.500 Kilometern auf idealen Strecken im Sinne einer Economy-Run-Fahrt.
Verbräuche
| Strecke | Verbrauch und theoretische Reichweite |
|
5,4 l/100 km 1.017 km theoretische Reichweite |
| (italienische) Autobahn |
|
| Spritspartest |
|
| Tatsächlicher Durchschnittsverbrauch | 4,10 l/100 km |
| Bordcomputer-Anzeige | 4,0 l/100 km |
| An der Tankstelle bestimmter Verbrauch | 4,2 l/100 km |
Daten des Testfahrzeugs
- Antrieb: Diesel (1.598 cm³)
- Leistung: 96 kW
- CO2-Emissionen (WLTP): 141 g/km
- Homologation: Euro 6E (gem. EU‑VO 715/2007*2023/443EA)
Spritkosten
| Kosten | Kosten |
| Tatsächliche Kosten (Rom–Forlì) | 28,25 Euro |
| Monatliche Kosten (800 km pro Monat) | 62,78 Euro |
| Reichweite mit 20 Euro | 255 km |
| Reichweite mit einer Tankfüllung | 1.341 km |
Wir haben ein stets aktualisiertes Ranking der Verbrauchstest-Ergebnisse. Das Ganze ist in italienischer Sprache, aber wir denken, Sie finden sich zurecht.
Verbrauch der Konkurrenz
In der Rangliste in der Kategorie Diesel-SUV zählen die Werte des Alfa Romeo zu den besten überhaupt. Er landet vor einigen mehr oder weniger direkten Wettbewerbern wie dem Mercedes GLB 200 d (4,15 l/100 km), dem Audi Q3 TDI 110 kW S tronic (4,20 l/100 km), Kia Sportage 1.6 CRDi AWD DCT MHEV 2023 (4,25 l/100 km) sowie dem neuen Kia Sportage 1.6 CRDi Mild Hybrid DCT (5,0 l/100 km).
Wer noch niedrigere Verbräuche sucht – zumindest unter den in den letzten Jahren getesteten Diesel-SUV – muss auf den VW Tiguan 2.0 TDI 150 CV DSG (4,00 l/100 km) und den Mercedes GLA 200 d 4Matic (3,40 l/100 km) schauen – die einzigen Modelle, die effizienter sind als der Tonale.
Was mir gefallen hat – und was nicht
Das von mir gefahrene Auto ist ein Alfa Romeo Tonale 1.6 Diesel 130cv TCT6 Sprint: die Version mit 6‑Gang-Doppelkupplungsgetriebe und Frontantrieb. Serienmäßig an Bord sind bereits 18‑Zoll-Leichtmetallfelgen, abgedunkelte hintere Scheiben, elektrische Heckklappe, ein schwarzes Bodykit in Hochglanz mit Details in matter Ausführung, Zweizonen-Klimaautomatik, manuell verstellbare Vordersitze, Sportpedalerie aus Aluminium, adaptiver Tempomat sowie ein 10,25‑Zoll-Infotainmentsystem mit Navigation, 2 USB-Anschlüssen, Bluetooth und Sprachsteuerung.
Alfa Romeo Tonale (2026), der Innenraum
Einige kostenpflichtige Extras am Testwagen – wie der Metalliclack Grigio Vesuvio, die 20‑Zoll-Leichtmetallfelgen Prototipo und das Pack Techno Diesel – treiben den Listenpreis auf 41.750 Euro.
| Was mir gefällt | Was mir nicht gefällt |
| Sportliches Fahrverhalten | Qualität Kunststoffteile im Innenraum |
| Gute Raumnutzung | Einige Ausstattungsmerkmale sind fest in Paketen gebündelt |
| Effektive und funktionale Assistenten | Leichte Verzögerungen beim Automatikgetriebe |
| Geringer Verbrauch im Verhältnis zur Leistung | Optionales Reserverad |
Der Preis erscheint mir im Verhältnis zu Leistung und Ausstattung angemessen – insbesondere mit Blick auf die sehr gute Fahrdynamik, die ordentlichen Raumqualitäten und die gut arbeitenden Assistenzsysteme. Weniger überzeugt haben mich die harten Kunststoffe im unteren Bereich des Innenraums sowie leichte Verzögerungen beim Ansprechen des Automatikgetriebes.
Und so ermitteln wir den Verbrauch
Wenn Sie eine Freundin oder einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, wird Ihnen wahrscheinlich ein Wert genannt, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht wurde der Wert vom Bordcomputer abgelesen oder die Tankrechnungen wurden aufbewahrt und daraus ein Verbrauch errechnet.
Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna).
Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend. Die Teststrecke von Rom nach Forlì ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr.
Auf der Route wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule. Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert.
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