M xDrive: BMW M2 bekommt jetzt Allradantrieb
Die neue Variante ist ab Spätsommer 2026 verfügbar
Seit 2023 ist der aktuelle BMW M2, interner Code G87, auf dem Markt. Bald wird es ihn auch mit Allradantrieb geben. Die Markteinführung des BMW M2 mit M xDrive ist für den Spätsommer 2026 vorgesehen.
Herzstück des Allrad-M2 bleibt der 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit BMW M TwinPower Turbo Technologie, der eine Leistung von 353 kW (480 PS) entwickelt. Die Kraftübertragung erfolgt serienmäßig über ein Achtgang-M-Steptronic-Getriebe mit Drivelogic, auf gut deutsch: eine Automatik.
Bildergalerie: BMW M2 (2026) mit M xDrive
Das neue M-xDrive-System verteilt das Antriebsmoment situationsabhängig zwischen Vorder- und Hinterachse. Grundlage dafür ist eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung im Verteilergetriebe, die eine stufenlose und variable Kraftverteilung ermöglicht. Die Auslegung des Systems bleibt dabei deutlich heckbetont. Im normalen Fahrbetrieb werden ausschließlich die Hinterräder angetrieben.
Erst wenn die Hinterachse an die Grenzen der Traktion gelangt, werden die Vorderräder in die Kraftübertragung einbezogen. Ergänzt wird das System durch das "Aktive M Differenzial", das die Antriebskraft variabel zwischen den beiden Hinterrädern verteilt.
M xDrive, das Aktive M Differenzial, die M-spezifische Traktionskontrolle und das Stabilitätsprogramm DSC arbeiten eng zusammen. Dadurch soll die Kraftübertragung jederzeit an die jeweilige Fahrsituation angepasst werden. Das Verteilergetriebe verfügt über eine integrierte Radschlupfbegrenzung und ein modellspezifisches Steuergerät.
BMW M2 (2026) mit M xDrive
Drehzahlunterschiede zwischen Vorder- und Hinterachse können dadurch direkt ausgeglichen werden, ohne dass eine Rückmeldung über die zentrale DSC-Steuerung erforderlich ist. Dies verkürzt die Reaktionszeiten des Systems und verbessert die Fahrzeugkontrolle insbesondere bei dynamischer Fahrweise.
Über das M-Setup-Menü kann die Charakteristik des Allradantriebs individuell angepasst werden. Fahrerinnen und Fahrer haben die Möglichkeit, unterschiedliche Betriebsarten zu wählen. Dazu gehört auch ein 2WD-Modus, der bei deaktiviertem DSC ausschließlich die Hinterräder antreibt. Diese Einstellung richtet sich vor allem an erfahrene Fahrer, die ein möglichst direktes und heckbetontes Fahrverhalten bevorzugen.
Eine technische Neuerung stellt das von BMW patentierte Vorkammer-Verbrennungsverfahren dar, das unter der Bezeichnung BMW M Ignite Technologie eingeführt wird. Die Entwicklung stammt aus dem Motorsport und soll ab Mitte 2026 in allen Reihensechszylinder-Motoren von BMW M eingesetzt werden. Ziel der Technologie ist eine effizientere Verbrennung, insbesondere im Hochlastbereich. Dadurch sinkt der Kraftstoffverbrauch unter hoher Belastung, während gleichzeitig die Anforderungen zukünftiger Emissionsvorschriften erfüllt werden können.
BMW M2 (2026) mit M xDrive
An der grundsätzlichen Leistungscharakteristik des Motors ändert sich laut BMW nichts: Das Aggregat zeichnet sich weiterhin durch spontanes Ansprechverhalten, lineare Leistungsentfaltung und hohe Drehfreude aus. Besonders bei Fahrten auf Rennstrecken kann die verbesserte Effizienz dazu beitragen, die Fahrzeit pro Tankfüllung zu erhöhen.
Auch bei den Fahrleistungen profitiert der BMW M2 von der neuen Antriebstechnik. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 3,7 Sekunden und damit 0,3 Sekunden schneller als bei der vergleichbaren Variante mit Hinterradantrieb. (Und sogar minimal schneller als beim stärkeren M2 CS ...) Nach der sogenannten 1-Foot-Rollout-Methode beträgt der Wert 3,4 Sekunden. Die Beschleunigung auf 200 km/h erfolgt in 12,8 Sekunden beziehungsweise 12,5 Sekunden nach Rollout-Messung. Für den Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h werden 3,7 Sekunden angegeben. Die Höchstgeschwindigkeit liegt serienmäßig bei 250 km/h und kann mit dem optionalen M Driver’s Package auf 285 km/h angehoben werden.
Zur Serienausstattung gehören 19-Zoll-Leichtmetallräder an der Vorderachse und 20-Zoll-Räder an der Hinterachse. Optional ist eine speziell auf den Einsatz auf Rennstrecken ausgelegte Bereifung erhältlich. Für die Verzögerung sorgt eine M-Compound-Bremsanlage mit Sechs-Kolben-Festsätteln an der Vorderachse sowie Ein-Kolben-Bremssätteln hinten.
Bei der Gestaltung des Exterieurs stehen fünf Metallic-Lackierungen, drei Uni-Farben sowie sechs BMW-Individual-Farbtöne zur Verfügung. Erstmals wird für ein Modell der BMW-M2-Baureihe auch die Sonderlackierung "Borusan Turkish Blue" angeboten.
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