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Audi Q7 (2026): Sitzprobe und alle Infos zur Neuauflage

Nach elf Jahren bekommt das große SUV endlich einen Nachfolger

Audi Q7 (2026)
Bild von: Audi

Das wurde auch langsam Zeit: Nach elf Jahren und 780.000 verkauften Exemplaren erneuert Audi endlich den großen Q7. Die dritte Generation kommt noch 2026 auf den Markt. Und sie bekommt Familienzuwachs, wie unsere erste Sitzprobe im künftigen Q9 bereits gezeigt hat. Doch hier und heute geht es erst einmal um Nummer Sieben. Wir konnten den neuen Q7 bereits im Detail inspizieren.

Design

Mit der dritten Generation des Q7 will Audi laut eigenen Angaben "die Bereiche Raumangebot, Komfort, Fahrdynamik und Technologie auf ein neues Niveau heben". Das Exterieur erinnert speziell am Heck an den aktuellen Q3, die Front leicht an den Q5. Eine gewisse Familienähnlichkeit schadet eben nie. Unser Fotofahrzeug hat übrigens die S-Line-Ausstattung.

Bildergalerie: Audi Q7 (2026)

Sehen wir uns die reinen Daten an, so ist er neue Q7 leicht in Breite und Höhe gewachsen: 5,06 Meter Länge (5.056 mm ganz genau), 1,80 Meter Höhe, 2,01 Meter Breite. Auffallend sind die hohe Schulterlinie und die markante Frontpartie mit großem Singleframe-Grill. Die vier Audi-Ringe sowie die Motorhaube sitzen deutlich höher als bisher. Breite Radhäuser, die ausgeprägte Schulterpartie und die steiler gestaltete D-Säule prägen das Erscheinungsbild. Die nahezu horizontale Dachlinie verbessert zugleich das Platzangebot im Innenraum. Dazu später mehr ...

Besonderes Augenmerk legt Audi auf die Lichttechnologie. Kritiker würden sagen, der Q7 zieht eine ganz schöne Lichtshow ab. Allerdings soll diese durchaus der Sicherheit zugute kommen. Optional kommen digitale Matrix-LED-Scheinwerfer mit Mikro-LED-Technologie zum Einsatz, die hochauflösende Lichtprojektionen ermöglichen. Unterstützende Informationen der Fahrassistenzsysteme können direkt vor dem Fahrzeug auf die Fahrbahn projiziert werden.

Audi Q7 (2026)

Audi Q7 (2026)

Bild von: Audi

Dazu gehören Spur- und Orientierungslichter, Warnhinweise vor Glätte oder Hinweise beim Spurwechsel. Eine Weltneuheit ist das erweiterte Blinklicht, das bei Nacht synchron zum dynamischen Blinker vorne und hinten auf den Boden projiziert wird und andere Verkehrsteilnehmer frühzeitig auf Abbiege- oder Spurwechselmanöver aufmerksam macht.

Am Heck verfügt der Q7 optional über digitale OLED-Heckleuchten der dritten Generation mit Kommunikationslicht und aktiven Lichtsignaturen. In kritischen Verkehrssituationen können die OLED-Panels Warnsymbole anzeigen. Insgesamt stehen bis zu acht digitale Lichtsignaturen zur Verfügung.

Audi Q7 (2026)

Audi Q7 (2026)

Bild von: Audi

Neu ist zudem ein Projektionslicht im Türbereich, das beim Öffnen der Türen eine weiße Raute auf den Boden projiziert und gleichzeitig den Bereich neben dem Fahrzeug ausleuchtet. Optional sind erstmals automatische Türen erhältlich, die über Sensorik Hindernisse erkennen, elektrisch öffnen und schließen sowie per Smartphone-App bedient werden können.

Audi Q7 (2026)

Audi Q7 (2026)

Bild von: Audi

Innenraum

Der Innenraum bietet serienmäßig fünf Sitzplätze. Erstmals kann der Q7 jedoch auch als Sechs- oder Siebensitzer bestellt werden. In der Sechssitzer-Variante kommen zwei Einzelsitze in der zweiten Reihe zum Einsatz. Alle Sitze lassen sich elektrisch verstellen. Die zweite Sitzreihe ist längsverschiebbar und variabel klappbar. Im Fünf- und Siebensitzer können drei Kindersitze nebeneinander montiert werden.

Das Kofferraumvolumen beträgt beim Fünfsitzer bis zu 670 Liter und wächst bei umgeklappter Rückbank auf bis zu 2.075 Liter. Der Siebensitzer bietet 581 Liter Ladevolumen hinter der zweiten Sitzreihe und maximal 1.980 Liter bei umgeklappten Sitzen.

Ich hocke mich in die dritte Reihe. Schon aufgrund des Zugangs sollte man eher zwölf Jahre samt passender Größe sein. Doch erst einmal dort angekommen, ist es selbst für Erwachsene aushaltbar. Vielleicht nicht gerade auf der Strecke München - Mailand, aber für 100 Kilometer ginge es.   

Audi Q7 (2026)

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Bilder von: Audi
Audi Q7 (2026)

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Bilder von: Audi

Für den Blick nach oben gibt es das neue Panorama-Schiebedach mit schaltbarer Transparenz. Die Glasfläche ist in neun Segmente unterteilt und kann je nach Wunsch transparent oder blickdicht geschaltet werden. Erstmals ist zudem eine integrierte Lichtinszenierung mit 78 LEDs verfügbar, deren Farbe sich an die Ambientebeleuchtung anpasst. Das beschichtete Verbundglas blockiert mehr als 99,5 Prozent der UV-Strahlung und reflektiert Infrarotstrahlung, sodass kein klassisches Rollo mehr erforderlich ist.

Die neu gestaltete Mittelkonsole bietet Platz für zwei Smartphones, die nach Qi2.2-Standard mit bis zu 25 Watt kabellos geladen werden können. Ergänzend stehen USB-C-Anschlüsse mit bis zu 100 Watt Ladeleistung zur Verfügung. Das Infotainment basiert auf dem Audi-MMI-Panoramadisplay mit OLED-Technologie und umfasst serienmäßig ein Beifahrerdisplay. Der Sprachassistent kann Fahrzeugfunktionen steuern und greift bei allgemeinen Fragen auf ChatGPT zurück. 

Audi Q7 (2026)

Audi Q7 (2026)

Bild von: Audi

Was bei der ersten Sitzprobe sofort auffällt, ist nicht das bei einem Q7 erwartbare großzügige Platzangebot. Sondern die Tatsache, dass Audi seine Klavierlack-Exzesse beendet hat und mein Finger wieder auf richtiges Holz (Oliv-Esche im Fotoauto) klopft. Damit wird der Arbeitsplatz gleich viel wertiger. Nicht ganz optimal sind die Tasten im Lenkrad, immerhin gibt es dort wieder kleine Rädchen zum Scrollen. Auch ein paar mehr physische Knöpfe wären schön. Man freut sich wenigstens über einen echten Lautstärkeregler in der Mittelkonsole.   

Für das Klangerlebnis sorgt optional ein Bang & Olufsen-Premium-Soundsystem mit 4D-Klang. Es kombiniert 22 Lautsprecher mit Sitzaktuatoren, die tiefe Frequenzen als Vibrationen spürbar machen. Die Gesamtleistung beträgt bis zu 1.360 Watt.

Audi Q7 (2026)

Audi Q7 (2026)

Bild von: Audi

Zu den Assistenzsystemen zählen unter anderem ein adaptiver Fahrassistent, ein automatisches Notbremssystem, Totwinkelüberwachung, Querverkehrswarnung, ein 360-Grad-Kamerasystem, Parkassistenten, Anhängerrangierhilfe und eine Ausstiegswarnung. Neu ist ein Notfallassistent mit Standstreifenwechsel, der bei Inaktivität des Fahrers das Fahrzeug kontrolliert auf den Seitenstreifen lenken und anschließend den Notruf auslösen kann. Zudem kann der Q7 individuelle Parkmanöver erlernen und automatisiert durchführen.

Antriebe

Großes Auto, großer Motor: Zum Marktstart in Europa bietet Audi den neuen Q7 ausschließlich mit einem Dreiliter-V6-TDI an. Der Selbstzünder steht in zwei Leistungsstufen zur Verfügung: mit 180 kW (245 PS) und 500 Newtonmeter Drehmoment sowie mit 220 kW (299 PS) und 630 Newtonmeter.

Beide Varianten verfügen über die neue MHEV-plus-Technologie. Das System besteht aus einem Riemenstartergenerator, einem weiterentwickelten Triebstranggenerator und einer Lithium-Eisenphosphat-Batterie. Der Triebstranggenerator unterstützt den Verbrennungsmotor mit bis zu 18 kW (24 PS) und 370 Newtonmeter zusätzlichem Drehmoment. Kurze rein elektrische Fahranteile beim Rangieren, Parken oder im Stadtverkehr sind ebenfalls möglich. Die maximale Anhängelast beträgt übrigens 3,5 Tonnen. 

Audi Q7 (2026)

Audi Q7 (2026)

Bild von: Audi

Ein elektrisch angetriebener Verdichter verbessert das Ansprechverhalten des Motors. Er baut innerhalb von 250 Millisekunden den Ladedruck auf und sorgt für eine spontane Leistungsentfaltung. Audi verspricht dadurch ein Fahrgefühl, das in seiner Charakteristik einem Elektroantrieb ähnelt. Beide Motorisierungen können außerdem mit HVO-Kraftstoff betrieben werden, der aus Rest- und Abfallstoffen hergestellt wird und laut Audi gegenüber fossilem Diesel bis zu 70 bis 95 Prozent CO₂ einsparen kann.

Serienmäßig verfügt der Q7 über eine Achtgang-Tiptronic und permanenten quattro-Allradantrieb mit selbstsperrendem Mittendifferenzial. Optional stehen adaptive Luftfederungen sowie eine Allradlenkung zur Verfügung. Neben dem serienmäßigen Stahlfederfahrwerk bietet Audi die adaptive Luftfederung "air suspension" und die adaptive "air suspension sport" an. Letztere senkt das Fahrzeug um 30 Millimeter ab. Die Luftfederung kann zudem Geodaten nutzen und beispielsweise vor Bahnübergängen automatisch das Fahrwerk anpassen.

Marktstart und Preis

Produziert wird die dritte Generation des Audi Q7 wie ihre Vorgänger im slowakischen Bratislava. Bestellbar ist das Modell in Deutschland ab Juni 2026, die Markteinführung erfolgt im September 2026. Die Einstiegsversion mit 180 kW (245 PS) startet bei 87.900 Euro. Für den Q7 TDI mit 220 kW (299 PS) verlangt Audi mindestens 90.500 Euro.