Maserati zeigt ganz offiziell getarnte Fahrzeuge
Aber warum? Mehr als Facelifts scheinen es nicht zu sein
Rund um das Werk von Maserati in Modena laufen derzeit weitere Erprobungsfahrten mit getarnten Prototypen der Modelle Maserati GranTurismo, Maserati GranCabrio und Maserati Grecale. Die Fahrzeuge wurden in der Umgebung des historischen Werks an der Viale Ciro Menotti gesichtet, das seit Jahrzehnten als Entwicklungszentrum der Marke mit dem Dreizack gilt.
Dort entstehen nicht nur Design und technische Konzepte der aktuellen Modellpalette, sondern auch die Abstimmung von Fahrwerk, Antrieb und Fahrdynamik. Netterweise hat Maserati die Bilder der Prototypen gleich mitgeliefert. Gemessen am Stand der Tarnung scheint es sich aber lediglich um größere Facelifts zu handeln.
Bildergalerie: Maserati GranTurismo, GranCabrio und Grecale Prototypen (2026)
Die Region rund um Modena bietet für die Entwicklungsarbeit unterschiedliche Testbedingungen. Neben innerstädtischem Verkehr stehen kurvige Landstraßen, hügelige Passagen sowie Schnellstraßen und Autobahnen zur Verfügung. Diese Vielfalt ermöglicht es den Ingenieuren, die Fahrzeuge unter realistischen Bedingungen in verschiedenen Geschwindigkeits- und Belastungsbereichen zu testen. Die Fahrten werden von professionellen Testfahrern durchgeführt und dienen der Datensammlung sowie der Feinabstimmung von Fahrverhalten, Antriebssystemen und elektronischen Regelsystemen.
Der Maserati GranTurismo zählt zu den wichtigsten Baureihen des Herstellers. Die aktuelle Generation kombiniert klassische Gran-Turismo-Eigenschaften mit moderner Technik und wird sowohl mit Verbrennungsmotoren als auch als vollelektrische Variante angeboten. Die Benzinversionen nutzen den aus dem Motorsport abgeleiteten Nettuno-V6-Biturbo mit bis zu 550 PS. Darüber positioniert Maserati den elektrischen GranTurismo Folgore mit drei Elektromotoren und einer Systemleistung von über 760 PS. Der Wagen kombiniert hohe Langstreckentauglichkeit mit sportlichen Fahrleistungen und Allradantrieb.
Maserati GranCabrio Prototyp (2026)
Das offene Schwestermodell Maserati GranCabrio übernimmt die technische Basis des GranTurismo und ergänzt sie um ein Stoffverdeck. Auch hier kommen sowohl der Nettuno-V6 als auch elektrische Antriebskonzepte zum Einsatz. Maserati richtet das Modell vor allem an Kunden, die sportliche Fahrleistungen mit offenem Fahren und hoher Alltagstauglichkeit verbinden möchten. Das Fahrwerk ist entsprechend auf Komfort und Dynamik ausgelegt.
Mit dem Maserati Grecale ist Maserati seit einigen Jahren auch im Segment der sportlichen Premium-SUV vertreten. Der Grecale positioniert sich unterhalb des größeren Levante (der 2024 auslief) und basiert technisch auf einer Plattform aus dem Stellantis-Konzern. Angeboten werden Vierzylinder-Mildhybride, ein leistungsstarker V6 in der Trofeo-Version sowie der vollelektrische Grecale Folgore. Damit verfolgt Maserati eine breit angelegte Elektrifizierungsstrategie, die sowohl klassische Verbrenner als auch batterieelektrische Modelle umfasst.
Maserati Grecale Prototyp (2026)
Die aktuellen Testfahrten deuten darauf hin, dass Maserati die bestehende Modellpalette weiter optimiert. Solche Erprobungsprogramme dienen häufig nicht nur der Abstimmung neuer Modellvarianten, sondern auch technischen Überarbeitungen im Bereich Software, Fahrdynamik, Effizienz und Komfort. Besonders bei elektrifizierten Fahrzeugen spielen umfangreiche Straßentests eine wichtige Rolle, um Batteriemanagement, Rekuperation und Thermomanagement unter unterschiedlichen klimatischen und fahrdynamischen Bedingungen zu validieren.
Das Werk in Modena bleibt dabei das zentrale Entwicklungszentrum der Marke. Neben der Produktion einzelner Hochleistungsmodelle bündelt Maserati dort große Teile seiner Entwicklungsarbeit. Die Nähe zu den typischen Straßen der Emilia-Romagna ermöglicht praxisnahe Testfahrten direkt vor den Werkstoren.
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