Audi RS 3 GT Erlkönig: Letztes Hurra vor dem Fünfzylinder-Abschied
Zum Schluss lässt es Audi nochmal richtig krachen und feiert den 2.5 TFSI ein letztes Mal ...
Manchmal weiß man, dass etwas zu Ende geht – und hofft insgeheim, es möge noch ein letztes Mal richtig krachen. Genau dieses Gefühl transportiert Audi mit dem kommenden RS3 GT, der als feuriges Abschiedsgeschenk an den legendären Fünfzylinder-Turbo auf die Bühne rollen soll.
Seit 2011 sorgt der RS 3 für Gänsehaut, mit jenem knurrigen 2,5-Liter-TFSI, der nicht nur im Datenblatt glänzt, sondern mit jedem Gasstoß eine Klangkulisse entfaltet, die irgendwo zwischen Rallye-Mythos und Rockkonzert liegt. Ein Motor, der fest im Audi-Erbgut verankert ist – nicht zuletzt dank der Quattro-Legenden der 80er-Jahre. Doch wie so oft im Hier und Jetzt: Emissionsvorschriften und Effizienzgedanken ziehen der Ikone den Stecker.
Bildergalerie: Audi RS3 GT (2026) Erlkönig
Bevor der Fünfzylinder aber endgültig aus den Preislisten verschwindet, hat Audi Sport beschlossen, noch einmal alle Register zu ziehen. Am Nürburgring wurde der RS 3 GT bereits gesichtet – und der Auftritt ist alles andere als zurückhaltend.
Canards am Stoßfänger, ein neu gestalteter Splitter, ein Dachspoiler, dazu reichlich Karbon-Bauteile, die Gewicht sparen und die Optik schärfen. Selbst im Stand wirkt der Prototyp wie ein Rennwagen, der nur darauf wartet, auf die Jagd nach Sekundenbruchteilen zu gehen.
Unter den bulligen neuen Felgen lugen blaue Bremssättel hervor, die zusammen mit größeren Scheiben für standfeste Verzögerung sorgen dürften. Auch das Fahrwerk bekommt vermutlich ein Feintuning, um den gestiegenen Leistungsansprüchen gerecht zu werden. Denn klar ist: Mehr Power ist so gut wie sicher.
Schon jetzt wuchtet der RS 3 400 PS und 500 Nm auf die Kurbelwelle, die Performance-Variante kratzt an der 407-PS-Marke. Der RS 3 GT? Der wird die Latte wohl noch ein Stück höher legen – über 416 PS scheinen realistisch. Damit rückt der Ingolstädter dem Erzrivalen Mercedes-AMG A 45 S dicht auf die Pelle.
Natürlich hat solch ein letztes Hurra seinen Preis. Bereits der normale RS 3 startet hierzulande bei rund 66.000 Euro. Der GT wird deutlich darüber liegen – was seiner Attraktivität kaum schaden dürfte. Denn eines ist gewiss: Als Schwanengesang des letzten Audi-Fünfzylinders wird er nicht nur Fans elektrisieren, sondern auch Sammlerherzen höherschlagen lassen.
Kurzum: Der RS 3 GT ist kein stiller Abschied, sondern ein Feuerwerk auf Rädern. Ein würdiger Schlussakkord für einen Motor, der längst Legendenstatus hat.
Quelle: Automedia
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