Ford Model U (2003): Super-Öko-SUV verwandelte sich zum Pickup
Das Modell U von 2003 fährt mit Wasserstoff und ist komplett nachhaltig. Die Reifen sind aus Mais
Im Jahr 2003 stellte Ford auf der North American International Auto Show einen Prototypen vor, der für Schlagzeilen sorgen sollte: das Model U. Laut seinem Erbauer ist es eine Art geistiger Erbe des berühmten Model T, jedoch mit einer modernen und extrem nachhaltigen Vision.
Das Model U kombiniert fortschrittliche Technologien, einen Wasserstoffantrieb und erneuerbare Materialien und zeigt, wie das Auto der Zukunft effizient, wandelbar und zum Teil biologisch abbaubar sein kann. In der Praxis ist der Erfolg jedoch bei weitem nicht mit dem des Model T vergleichbar, nicht zuletzt, weil das Model U nie zum Serienmodell wurde.
Ein aufgeladener Wasserstoffmotor
Für den Antrieb des Ford Model U sorgt ein luftgekühlter 2,3-Liter-Vierzylinder mit Kompressor-Aufladung, der dem des Ford Ranger aus dem gleichen Jahr entspricht, aber für den Betrieb mit Wasserstoff modifiziert wurde. In Kombination mit einem Hybrid-Elektro-Getriebe leistet dieses Aggregat 151 PS.
Der Verbrauch sollte bei gut 5,3 Liter pro 100 Kilometer liegen, wobei Ford das System in Zusammenarbeit mit Partnern wie Dynatek (Wasserstofftanks), Quantum (optimierte Einspritzdüsen) und Sun Microsystems (Elektronik und Software) entwickelt hat.
Vom SUV zum Pick-up
Äußerlich zeichnet sich das Ford Modell U durch seine weichen Formen und ein elektrisch versenkbares Stoffdach aus. Der eigentliche Coup ist jedoch die Möglichkeit, das Auto dank einer automatisch versenkbaren Heckklappe von einem SUV in einen Pick-up zu verwandeln.
Ford Modell U Concept (2003)
Das Innere des Ford Modell U
Im Innenraum verfolgt die Studie einen modularen und funktionalen Ansatz mit einem Fächersystem, das dazu beiträgt, das Durcheinander an persönlichen Gegenständen zu reduzieren. Digitale Bedienelemente und automatisierte Systeme, einschließlich Infotainment und Navigation, machen den Innenraum für die damalige Zeit futuristisch und hochtechnologisch.
Organische und "essbare" Materialien
Die Nachhaltigkeit ist die eigentliche Säule des Projekts. So besteht das Auto zu 95 Prozent aus recycelbaren Materialien. Die Seitenwände und die Heckklappe sind aus Sojaharz gefertigt, ebenso wie der Schaumstoff der Sitze. Für die Fußmatten, das Dach und sogar die Goodyear-Reifen werden Polymere aus Mais verwendet.
Der Innenraum des Ford Model U Concept (2003)
Das Motoröl stammt aus Sonnenblumenkernen, während ein Schmierfett auf Sojabasis von der Universität von Iowa entwickelt wurde. Das Ergebnis? Ein Auto, das so "grün" ist, dass es theoretisch in die Natur integriert werden kann. Am Ende seines Lebens werden seine biologisch abbaubaren Bestandteile zu Nährstoffen für den Boden, wodurch sich ein wirklich einzigartiger Kreislauf schließt.
Wie bereits erwähnt, fand das Auto in den folgenden Jahren keine praktische Anwendung. Jedoch bleibt es ein interessantes Experiment von Ford, insbesondere im Hinblick auf die Verwendung ungewöhnlicher Materialien.
Auch interessant
Panama tauscht Ford gegen Renault: Das steckt hinter dem River R10
BYD Shark kommt nach Europa: 436 PS gegen Ranger & Hilux
Forster A 699 DVB: Alkoven mit 8 Schlafplätzen und neuem Look
Buuuh! Land Rover muss dem BMW-V8 des Defender fast 100 PS streichen
Carado T335 Edition27 im ersten Check: Großes Raumbad, Lounge und Hubbett
Pagani Huayra 70 Derecho: 864-PS-Premiere in Goodwood
Ford ersetzt 350 Mitarbeiter durch KI – muss sie dann sofort wieder einstellen