Fernando Alonso jagt Aston Martin Valhalla (2025) durch Monaco
Dynamische Premiere für den 4,0-Liter-V8 mit reichlich Schallunterstützung
In der nordischen Mythologie bildet Valhalla einen Ruheort für in einer Schlacht gefallene Kämpfer, die sich als tapfer erwiesen haben. Bisher zeichnete sich der neue Supersportler von Aston Martin genau durch eben selbiges aus: den Ruhezustand.
Erst kürzlich wurde jedoch die Serienreife zu Aston Martins Dauerprojekt bestätigt und einige inoffizielle Runden gedreht. Doch wo ginge eine offizielle Vorstellung besser, als im Rahmen des Formel-1-Wochenendes in Monaco? Und das natürlich standesgemäß für einen tapferen Kämpfer nicht auf einer der vielen wahllosen Yachten, sondern auf der Rennstrecke ... in den Händen des zweimaligen F1-Weltmeisters, Fernando Alonso! Hallelujah!
Bildergalerie: Aston Martin Valhalla (2025) beim GP Monaco
Premiere auf bekanntesten Stadtkurs der Welt
Und wenn Ihr Baby seit sechs Jahren im Gespräch ist und immer wieder durch Verschiebungen auffällt, ist das Formel-1-Wochenende in Monaco wohl eines der Events mit der größtmöglichen Aufmerksamkeit weltweit – mutig, Aston Martin!
Die ersten Kurven unter Beobachtung und dann gleich Monaco? Aufgrund der Enge wohl eine der anspruchsvollsten Rennstrecken auf der Welt – neben der Nordschleife natürlich. Denn beide bieten absolut keinen Raum für Fehler.
Gut, dass Aston Martin auf einen Mann unter seinen Angestellten zugreifen kann, der bereits zwei F1-Weltmeister-Titel und zwei Le-Mans-Siege vorweisen kann. Kann eigentlich nichts schief gehen, zumal der Spanier das Auto gut kennen sollte, war er doch an der Entwicklung beteiligt.
Aston Martin Valhalla (2025) beim GP Monaco
Aston Martin Valhalla (2025) beim GP Monaco
Allzu weit entfernt ist der Aston Martin Valhalla von seinem sonstigen Arbeitsgerät ebenfalls nicht. Der Serien-Supersportler mit Mittelmotor ist das erste Modell, das direkt von der Formel-1-Erfahrung des Werksteams profitiert. Entwickelt wurde unter anderem mit Aston Martin Performance Technologies (AMPT), der Consulting-Sparte des F1-Teams. Im Fokus standen Aerodynamik, Fahrdynamik und Materialien.
F1-Technik für die Straße
Das Ergebnis: Ein Plug-in-Hybrid mit 1.079 PS, der sich auf und neben der Rennstrecke gleichermaßen wohlfühlen soll. Verantwortlich dafür ist jedoch nicht ein 1,6-Liter-Hybrid-V6 wie in der Formel 1, sondern ein neuer 4,0-Liter-V8 mit flacher Kurbelwelle, 828 PS stark, kombiniert mit drei Elektromotoren, die weitere 251 PS spendieren. Das Drehmoment liegt bei 1.100 Nm.
Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 2,5 Sekunden, in der Spitze sind 350 km/h möglich – natürlich elektronisch limitiert. Alonso steuerte das Serienfahrzeug im F1-inspirierten "Podium Green" durch die bekannten Monaco-Passagen aus Tunnel, Casino-Kurve und Hafenpassage – inklusive der schallfreundlichen Soundkulisse und reichlich Traktion.
Und so beschreibt Alonso arbeitgeberfreundlich den gefallenen Kämpfer aus der Ruhmeshalle als "ein echtes Supercar – auf der Straße wie auf der Rennstrecke". Aber mal ernsthaft, im Video ist es schon beeindruckend, wie schnell der Valhalla aus dem Tunnel kommt und die Schwimmbad-Passage nimmt. Dabei war das sicher nur ein "vorsichtiger" Showrun mit massig Luft nach oben.
Laut Aston Martin soll der Valhalla alles vereinen, wofür die Marke steht: Luxus, Performance und technische Raffinesse. Besonders stolz ist man auf das neue 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, die elektronische Hinterachssperre (E-Diff) und die beiden vorderen E-Motoren, die unter anderem Torque Vectoring ermöglichen – ein Novum in einem Aston Martin.
Die Produktion des Valhalla ist auf 999 Einheiten begrenzt. Die ersten Fahrzeuge sollen in der zweiten Hälfte 2025 ausgeliefert werden. Preislich dürfte sich der Hybrid-Bolide im Bereich der etablierten Hypercar-Konkurrenz bewegen – also weit jenseits der Millionenmarke. Aber gut, gefallene Krieger kosten!
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