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Benzin und Diesel so billig wie seit Monaten nicht mehr

Kraftstoffpreise auf Jahrestief - Autofahren wird billiger

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Bild von: Pixabay

Autofahrer in Deutschland können vorerst aufatmen: Die Kraftstoffpreise sind auf ein neues Jahrestief gefallen. Das zeigt die aktuelle Wochenanalyse des ADAC. Demnach kostet ein Liter Super E10 derzeit im bundesweiten Durchschnitt 1,672 Euro – das sind 1,5 Cent weniger als in der Vorwoche. Diesel verbilligte sich um 1,6 Cent und liegt aktuell bei 1,556 Euro pro Liter. So günstig war Benzin zuletzt am 13. Dezember 2024, Diesel am 3. Oktober 2024.

Ausschlaggebend für den Preisrückgang ist die Entwicklung auf dem Rohölmarkt. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent liegt aktuell bei rund 62 US-Dollar. Noch in der Vorwoche notierte der Preis über zwei Dollar höher. Ob es bei diesem kurzfristigen Rückgang bleibt oder eine längerfristige Entspannung eintritt, ist derzeit offen. Klar ist: Die Notierungen stehen unter Druck – ausgelöst durch zunehmende Sorgen um die weltwirtschaftliche Entwicklung und die Ankündigung möglicher Förderausweitungen durch das Ölkartell Opec+.

Speedway Tankstelle

Trotz der gesunkenen Rohölpreise kommen die niedrigeren Kosten bislang nicht in vollem Umfang bei den Verbrauchern an. Der ADAC kritisiert, dass die Mineralölkonzerne ihrer Verantwortung nicht gerecht werden und die Rohstoffverbilligung nur unzureichend an die Tankstellenpreise weitergeben. Laut Club wäre angesichts der aktuellen Marktbedingungen noch deutlich mehr Preisnachlass möglich.

Für Verbraucher bedeutet das: Wer günstig tanken will, sollte die Preise im Blick behalten und vergleichen. Denn auch innerhalb eines Stadtgebiets können die Unterschiede zwischen den Tankstellen erheblich sein.

Unverändert gilt zudem: Tanken lohnt sich vor allem in den Abendstunden. Morgens sind die Preise in der Regel am höchsten, im Tagesverlauf sinken sie spürbar. Wer diese Schwankungen gezielt nutzt, kann bei jeder Tankfüllung mehrere Euro sparen. Auch wenn die derzeitige Entlastung an der Zapfsäule willkommen ist – sie bleibt fragil und hängt stark von der weiteren Entwicklung auf den internationalen Energiemärkten ab.