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Volkswagen macht weniger Geld, weil man mehr E-Autos verkauft

Leiden durch Erfolg auf die niedersächsische Art

Volkswagen ID.7 GTX Tourer (2024)

Von: Adrian Padeanu

Übersetzt von: Stefan Wagner

Veröffentlicht von: Stefan Wagner

2. Mai 2025 um 12:31 Uhr

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Das Ergebnis nach Steuern des Volkswagen Konzerns ist im ersten Quartal 2025 um 40,6 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro eingebrochen. Auf den ersten Blick könnte man annehmen, dass dieser starke Rückgang auf einen Rückgang der Verkäufe zurückzuführen ist. Doch das ist nicht der Fall. Die Auslieferungen stiegen sogar um 1,4 Prozent auf 2,13 Millionen Einheiten. Was also ist hier los?

Ironischerweise drückt die wachsende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen auf das Ergebnis des Unternehmens. Die Verkäufe von Elektrofahrzeugen haben sich im ersten Quartal 2025 in Europa mehr als verdoppelt (+113 Prozent) und sind in den Vereinigten Staaten um 51 Prozent gestiegen. Jedes zehnte Fahrzeug, das der Konzern bis März weltweit ausgeliefert hat, war ein Elektrofahrzeug.

Darüber hinaus sind die Bestellungen für Elektroautos in Westeuropa in den ersten drei Monaten um 64 Prozent gestiegen. Der Anteil der Elektroautos an den Gesamtbestellungen in Westeuropa liegt nun bei über 20 Prozent. Auf dem gesamten Kontinent ist VW mit einem Anteil von 26 Prozent führend im Elektro-Segment. Aber diese Verlagerung hin zu den margenschwächeren E-Fahrzeugen hat die Rendite von 6 Prozent auf nur noch 3,7 Prozent sinken lassen.

Arno Antlitz, CFO und COO des Volkswagen Konzerns, räumte ein, dass die starke Leistung des Unternehmens bei Elektroautos eine harte Realität aufzeigt: Elektroautos sind immer noch deutlich weniger profitabel als vergleichbare Verbrenner-Fahrzeuge. Er räumte ein, dass der Autohersteller hart arbeiten muss, um die Produktionskosten zu senken und die Margen der emissionsfreien Modelle zu erhöhen.

"Der Markterfolg unserer Elektroautos übt Druck auf unser Ergebnis aus. Eine operative Marge von rund vier Prozent zeigt deutlich, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben. Angesichts der aktuellen volatilen Weltwirtschaftslage ist es umso wichtiger, sich auf die Hebel zu konzentrieren, die wir in der Hand haben. Das bedeutet, dass wir unsere großartige Produktpalette durch eine wettbewerbsfähige Kostenbasis ergänzen müssen, damit wir auch in den sich schnell verändernden globalen Märkten erfolgreich sein können."

Im Jahr 2023 sagte Antlitz voraus, dass die Margenparität zwischen Verbrennungsmotoren und Elektrofahrzeugen bereits 2025 erreicht werden könnte. Das neue Ziel ist nun 2026 - mit der Einführung des ID.2 und eines Crossover-Derivats, das die Rentabilität des T-Cross erreichen soll. Zusätzlich werden Cupra und Skoda jeweils ihre eigenen Versionen des 25.000-Euro-Elektroautos auf den Markt bringen. Obendrein ist für 2027 die Einführung des ID.1 geplant, der bei 20.000 Euro starten soll.

Die Bestseller-Elektroautos des VW-Konzerns im ersten Quartal 2025 sehen Sie hier:

Modell Verkaufte Einheiten VW ID.4/ID.5 43,700 VW ID.3 28,100 Audi Q4 E-Tron/Q4 E-Tron Sportback 22,800 Skoda Enyaq/Enyaq Coupé 20,200 VW ID.7/ID.7 Tourer 19,100 Audi Q6 E-Tron/Q6 E-Tron Sportback 16,000 Porsche Macan 14,200 VW ID.Buzz/Cargo 12,700 Cupra Born 11,000 Cupra Tavascan 7,600

Erwähnt werden sollte allerdings: die Rentabilität der Elektrofahrzeuge ist nicht der einzige Faktor, der die finanzielle Gesundheit des Konzerns beeinflusst. Volkswagen muss weiterhin Kosten im Zusammenhang mit den laufenden Dieselgate-Rechtsstreitigkeiten und Ausgaben im Zusammenhang mit den zunehmend strengeren CO₂-Vorschriften in der Europäischen Union verkraften.

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Quelle: Volkswagen Group

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