Mazda RX-85 (1967): Der zweite Japaner mit Wankelmotor
Das RX-85-Konzept wurde zum bis 1975 verkauften R100 weiterentwickelt
Die 1960er-Jahre stellen für Mazda einen Wendepunkt dar. In dieser Zeit präsentierte der japanische Hersteller den Cosmo Sport 110S, sein erstes Modell mit Wankelmotor, eine echte Revolution für die damalige Zeit. Jene deutsche Erfindung sollte zu einem Markenzeichen des Unternehmens aus Hiroshima werden.
Nach dem ersten Cosmo Sport 110S, der 1967 vorgestellt wurde, beschloss Mazda, sein Wankel-Angebot in Richtung Massenmarkt zu erweitern, indem man die Ankunft eines bürgerlichen Modells mit dem Konzept RX-85 vorwegnahm, aus dem der R100 hervorgehen sollte.
Vom Konzept zum Serienmodell in 12 Monaten
Der 1967 vorgestellte RX-85 gab in jeder Hinsicht einen Vorgeschmack auf das Serienmodell, das nicht einmal ein Jahr später auf den Markt kommen sollte. Dieses kleine Coupé mit einer Länge von 3,83 m, einer Breite von 1,48 m und einer Höhe von 1,34 m war mit einem Zweischeiben-Wankelmotor ausgestattet, der 100 PS bei 7.000 U/min leistete.
Mazda RX-85 (1967), Dreiviertelansicht vorne
Kurz darauf, im Juli 1968, brachte Mazda den Familia Rotary auf den Markt, der sowohl als zweitüriges Coupé als auch als viertürige Limousine erhältlich war.
Der Wagen hatte einen 982-ccm-Kreiskolbenmotor unter der Haube, die Coupé-Version wurde außerhalb Japans als R100 verkauft, in Anspielung auf die Leistung des 100-PS-Motors. Der R100 zeichnete sich nicht gerade durch hervorstechendes Design aus, aber das war mit Blick auf eine möglichst große Käufergruppe wohl auch so gedacht. Einigermaßen markant waren lediglich der Kühlergrill und der Stoßfänger. Am Heck wurden die beiden runden Leuchtengruppen für einige Zeit zum Erkennungsmerkmal der Mazdas mit Wankelmotor.
Die Vorzüge des Wankels
In Japan ermöglichte der Einbau des Kreiskolbenmotors den Käufern eine Ersparnis bei der Kfz-Steuer, da sie zwar ein leistungsstärkeres Auto als solche mit herkömmlichen Motoren kauften, aber nicht die höhere Steuer zahlen mussten, die für Aggregate mit einem Hubraum von mehr als 1 Liter galt.
Mazda RX-85 (1967), hintere Dreiviertelansicht
1973 ersetzte Mazda den 10A-Motor durch den 12A-Motor, um die Zuverlässigkeit und den Kraftstoffverbrauch zu verbessern, aber durch diese Änderung ging der Steuervorteil in Japan verloren, so dass 1975 die Produktion eingestellt wurde. Im übrigen konnte der R100 im Tourenwagen-Rennsport einige sehr gute Platzierungen erzielen.
Zur gleichen Zeit war der R100 einer der ersten Mazdas, die in die USA importiert wurden, wo er 1971 und 1972 verkauft wurde. Aufgrund der US-Vorschriften wurde er in Nordamerika jedoch mit runden Scheinwerfern anstelle der in anderen Märkten üblichen rechteckigen Scheinwerfer vertrieben.
Mazda RX-85 (1967)
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