Den Morgan Plus Six gibt es seit 2019 im unveränderten Retro-Style. Um das Interesse an diesem Modell weiterhin hoch zu halten, hat sich die britische Nischenmarke mit Design-Ikone Pininfarina zusammengetan und eine limitierte Sonderedition namens "Midsummer" hervorgebracht.

Der Speedster im Barchetta-Stil hat eine wunderschöne, handgedengelte Aluminiumkarosserie, deren Fertigung über 250 Stunden in Anspruch nimmt. Die Auflage dieses zweisitzigen Sportwagens ist auf 50 Exemplare begrenzt, die bereits alle verkauft wurden.

Der Morgan Midsummer ist aus jedem Blickwinkel atemberaubend. Pininfarina ließ sich von Designs aus den 1930er und 1940er Jahren mit Langheck inspirieren. Zudem hat der Midsummer keine herkömmliche Windschutzscheibe, sondern ein Paar schlanke Windabweiser. Sieht gut aus und man kann die Fliegen bei der Fahrt super mit den Zähnen fangen ... Die runden Scheinwerfer sind größer als beim Plus Six und enthalten jetzt auch die Blinker und das Tagfahrlicht.

Morgan Midsummer von Pininfarina

Die scheibenförmigen Räder sind ein weiterer Retro-Touch, der zudem zur Verbesserung der Aerodynamik beitragen soll. Der Luftstrom an den Flanken des Autos erfolgt sanfter, wobei Aerodynamik beim Design jeglicher Morgan-Modelle sonst eher eine untergeordnete Rolle spielt.

Die schönen Felgen sind mit Michelin Pilot Sport 5-Reifen bezogen. Dieses 19-Zoll-Schmiederad spart laut Morgan auch 2,7 Kilogramm pro Felge im zum Standardrad, da es nur 10 kg wiegt. Das gesamte Auto wiegt trocken 1.000 kg.

Die Formgebung der Karosserie ist nicht der einzige zeitaufwändige Prozess, denn die Bearbeitung des Teakholzes im Innenraum dauert über 30 Stunden. Das Armaturenbrett besteht aus nicht weniger als 126 (!) Lagen Teakholz und jede Türverkleidung aus 120 Lagen. Morgan erklärt dazu, dass die Verwendung von Hunderten von Schichten aus handgeformtem, laminiertem Teakholz den Innenraum haltbarer macht als die Verwendung größerer Holzstücke.

Morgan Midsummer von Pininfarina
Morgan Midsummer von Pininfarina

Technische Daten wurden nicht verraten, aber der Standard Plus Six verwendet einen BMW B58-Motor. Es handelt sich um einen turbogeladenen 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit 335 PS. Die Leistung wird über ein ZF-Achtgang-Automatikgetriebe auf die Straße gebracht. Wie auf den offiziellen Bildern zu sehen ist, stammt der Schalthebel aus dem Hause BMW. Das reguläre Modell braucht 4,2 Sekunden, um auf 100 km/h zu kommen, aber der Midsummer könnte schneller sein, weil er etwa 114 Kilogramm leichter ist.

Die Preise werden nicht offiziell bekannt gegeben, aber Autocar berichtet, dass die glücklichen Besitzer zwischen 152.000 und 190.000 Dollar bezahlt haben, je nach Konfiguration. Die Produktion beginnt in diesem Jahr und wird aufgrund der aufwendigen Bauweise bis ins Jahr 2025 andauern. Das öffentliche Debüt des Midsummer findet im Juli auf dem Goodwood Festival of Speed statt.