Ende der 1980er-Jahre brachte BMW einen kuriosen Roadster auf den Markt, an den Sie sich wahrscheinlich noch erinnern: den Z1. Ein Modell, das zwar nicht für seine große Leistung bekannt war (der 2,5-Liter-Motor kam auf lediglich 170 PS), aber durch sein auffälliges Design in die Geschichte einging.

Wer erinnert sich nicht gerne an die kuriosen Türen, die sich nicht auf herkömmliche Weise öffnen ließen, sondern nach unten wanderten und sich in der Karosserie versteckten.

Viele halten dieses Modell für den eigentlichen Vorfahren des BMW Z3 – dem sehr erfolgreichen Roadster, der 1995 eingeführt wurde. Beim Stöbern in den Archiven von BMW sind wir jedoch jetzt auf einen kuriosen Prototyp und eine ziemlich in Vergessenheit geratene Studie gestoßen ...

Bildergalerie: Vergessene Studien: BMW Z1 Coupé Prototyp (1988)

Der Name dieser Studie lautet "BMW Z1 Coupé Prototyp" und sie wurde 1988 von der BMW Technik GmbH entwickelt. Sie hören diesen Firmennamen zum ersten Mal? Bei der BMW Technik GmbH handelt es sich eine Abteilung zur Entwicklung von Konzeptfahrzeugen. Aus ihr ging schließlich die heutige BMW Forschung und Technik GmbH hervor.

Eine der Aufgaben dieser Abteilung bestand darin, mehrere Prototypen auf der Grundlage des Z1 zu entwickeln. Und so erblickte auch dieser Z1 Coupé Prototyp das Licht der Welt. Hier ergründete BMW also das Potenzial der Roadster-Basis als Coupé lotete auch irgendwie die Crossover-Eigenschaften aus. Interessant.

Letzteres zeigt sich in den speziellen Reifen, die für den Einsatz im Gelände vorbereitet sind. Aber auch in der hohen Bodenfreiheit und der längs verlaufenden Dachreling, die die Praktikabilität eines Autos mit wenig Kofferraum erhöht.

Wenn dieses Modell aber unsere Aufmerksamkeit erregt hat, dann deshalb, weil es einige der ästhetischen Merkmale vorwegnimmt, die wir später beim Z3 sehen werden. Die lange Haube mit den flachen Scheinwerfern oder die Form der Rückleuchten beispielsweise. Um nur mal zwei Punkte zu nennen. Übrigens: Der Z3 erhielt ebenfalls eine Coupé-Version, die etwas später auf den Markt kam.

Über den Prototyp sind nur wenige technische Daten bekannt, aber er wurde von einem Reihensechszylindermotor mit 170 PS angetrieben. Genau wie der Serien-Z1. Die Kraft gelangte trotz der leichten Offroad-Optik exklusiv an die Hinterräder und die Höchstgeschwindigkeit soll 225 km/h betragen haben. Die Türen verschwanden ebenfalls in der Karosserie. Dieses Feature verschwand dann später im Z3 allerdings.

Bildergalerie: BMW Z3 Coupé (1998-2002)