Die irre Konstruktion des Herrn Mohs steht nun zum Verkauf

Die meisten Petrolheads werden noch nie vom Mohs SafariKar gehört haben, aber das ist in Ordnung, denn er ist tatsächlich ein verstecktes Juwel. Oder wie wir sagen würden: Das Auto, für das unsere Kategorie "Bizarr" geschaffen wurde. Das 1973 vorgestellte Monstrum ist einer von drei Prototypen, die als sicherheitsorientiertes Fahrzeug für die Großwildjagd in Afrika gebaut wurden. 

Ende er 1960er-Jahre kam der Erfinder und Unternehmer Bruce Baldwin Mohs auf die wahnwitzige Idee, den ultimativen Jagdbegleiter auf Rädern zu bauen. Nach großen Erfolgen mit Ideen wie dem Instant-Milchshake, Highway-Barrier-Reflektoren und einer Beschichtung, die das Implodieren von Fernsehröhren verhindert, wollte er Fuß in der Automobilbranche fassen.

Das Fahrzeug selbst ist auf dem Unterbau eines International Harvester Travelall von 1969 aufgebaut. Im Gegensatz zur zeitlosen Ästhetik des Basisfahrzeugs verfügt der SafariKar jedoch über Seitenwände aus einer Aluminium-Wolfram-Legierung, die mit Aluminiumpaneelen ummantelt sind - welche dann mit Polyurethanschaum gepolstert und mit schwarzem Naugahyde (einer Art Vinyl) umhüllt wurden, damit sie lederartig aussehen.

1973 Mohs SafariKar

Um die 70er-Jahre-Folklore dieses Fahrzeugs zu unterstreichen, verfügt es außerdem über ein Paar wahnsinnig aufwendig konstruierter Schiebetüren für einen einfachen Ein- und Ausstieg. Ach ja, hatten wir schon das aufklappbare Dach erwähnt? Es faltet sich als Ganzes (!) in den Kofferraum, ist also weit von einer Lösung wie beim Mercedes SLK entfernt.

Immerhin: Der 392-Kubikzoll-V8 (6,4 Liter Hubraum) unter der Haube stammt von IH und wird von einem vierflutigen Holley-Vergaser gespeist wird. Die US-Verkaufsplattform "Bring a Trailer" hat schnell bemerkt, dass die mitgelieferte Literatur die Leistung als angemessen angibt. Und das ist eigentlich auch nicht weiter schlimm, denn bei diesem Fahrzeug steht der Komfort im Vordergrund. Inoffiziell sollen es übrigens 180 PS sein. Für gut 2,5 Tonnen Leergewicht.

Innen gibt es eine Dreier-Bestuhlung mit drei Baja Bucket-Sitzen von Solar Automotive Products, die Mohs so modifiziert hat, dass sie schwenkbar sind und die Fliehkräfte kompensieren. Theoretisch zumindest. Denn wo findet man Ersatzteile für ein Auto, das bis 1979 exakt dreimal gebaut wurde?

Im Cockpit befindet sich außerdem ein AM/FM-Radio zusammen mit einer CB-Funk-Einheit. Am wichtigsten ist, dass der SafariKar mit einer Klimaanlage ausgestattet ist, die bei diesem Prototyp derzeit nicht funktioniert - was ziemlich überraschend ist, da der fünfstellige Kilometerzähler nur etwa 60 Meilen anzeigt.

Das aktuelle Gebot für das Auto liegt bei 33.333 Dollar (27.897 Euro nach aktuellem Wechselkurs) und das SafariKar scheint ein heißes Thema auf der Bring a Trailer-Website zu sein - mit über 20.000 Ansichten und fast 300 Kommentaren. Für Interessierte endet die Auktion am Freitag, den 26. März um 15:30 Uhr, also handeln Sie schnell!

Bildergalerie: Mohs SafariKar (1973)

Bild von: Motor1.com