Ob er aber auch PSA-Brüder bekommt, erscheint mehr als fraglich

Der Toyota Aygo der aktuellen Generation wurde 2018 einem Facelift unterzogen und steht kurz vor der Ausmusterung. Das bedeutet aber nicht, dass der Name aus dem Sortiment der Marke verschwindet, denn Toyota hat bereits bestätigt, dass ein Nachfolger in Entwicklung ist. Heute können wir die allerersten Erlkönigfotos zeigen.

Zuerst müssen wir hier etwas klarstellen. Was Sie in der unten angehängten Galerie sehen, sind trotz der identischen Kennzeichen zwei verschiedene Prototypen. Das erste Bild in dieser Galerie zeigt den neuen Aygo höchstwahrscheinlich mit seiner Serienkarosserie und den Scheinwerfern. Der Rest der Bilder zeigt einen Testwagen, der stark an den neuen Yaris erinnert.

Doch dieser Umstand scheint Sinn zu ergeben, denn der Yaris würde mit seiner TNGA-B-Plattform die technische Basis für den nächsten Aygo liefern. So könnte der Kleinstwagen wirtschaftlich dargestellt werden. Zumal dann, wenn global betrachtet auch noch Daihatsu als Teil des Toyota-Konzerns oder auch Suzuki hier andocken.

Die ersten Gerüchte über den Aygo der nächsten Generation deuteten darauf hin, dass das Stadtauto von seiner derzeitigen Karosserie zu einer höher gelegten Form mit SUV-Designelementen wechseln könnte. Das erste Erlkönigfoto scheint diesen Designwandel nicht eindeutig zu bestätigen, vor allem angesichts der winzigen Räder, auf denen der Prototyp fährt.

Bildergalerie: Toyota Aygo (2020)

Zunächst wird der neue Aygo mit einem Verbrennungsmotor (Dreizylinder-Saugmotor, 1,0 Liter Hubraum, 72 PS) auf den Markt kommen, aber ein emissionsfreier Antriebsstrang erscheint später im Lebenszyklus des Modells nicht ausgeschlossen. Letztes Jahr hat Toyota zugegeben, dass es noch keinen profitablen Business Case für ein kleines Elektroauto gibt, aber es wird erwartet, dass sich der Markt sehr schnell in Richtung mehr und mehr emissionsfreier Autos verändert. 

Wir glauben, dass der neue Aygo noch mindestens 12 Monate von seinem Debüt in der Produktion entfernt ist, wenn nicht sogar mehr. Das bedeutet aber auch, dass wir in nächster Zeit mehr Prototypen auf öffentlichen Straßen erspähen werden, was uns hoffentlich einen besseren Blick auf Toyotas Mini ermöglicht.

Es ist noch nichts bestätigt, aber es wird vermutet, dass die PSA-Geschwister des Aygo, der Citroën C1 und der Peugeot 108, keinen direkten Ersatz bekommen werden. Toyota hat gesagt, dass man immer noch 100.000 Aygo pro Jahr verkauft und dass eine neue Generation "eine Gelegenheit ist, weiter zu gehen und sich nicht zurückzuziehen." PSA könnte hingegen mit Blick auf die Fusion mit Fiat/FCA seine Strategie in diesem Segment neu überdenken.

Bildergalerie: Toyota Aygo (2021) auf ersten Erlkönigbildern