Home

News

Elektroautos: Durch Ladeverluste bis zu 25 Prozent höherer Stromverbrauch

Bordcomputer-Werte sind nur die halbe Wahrheit, so der ADAC

ADAC-Test Ladeverluste von Elektroautos (2020)

Bild von: ADAC e. V.

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

23. Jul. 2020 um 10:50 Uhr

Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen

Teilen

Bei der Entscheidung für ein Elektroauto spielt vielfach der Stromverbrauch eine wichtige Rolle, denn er entscheidet über die Kosten fürs Aufladen. Die Angaben im Bordcomputer sind jedoch nur die halbe Wahrheit: Sie zeigen lediglich den Verbrauch für den Antrieb an.

Die Verluste beim bleiben unberücksichtigt, müssen aber mitbezahlt werden. Der Automobilclub hat nun 15 Elektroautos auf ihren realen Verbrauch an der Ladesäule untersucht und das Ergebnis mit den Angaben im Bordcomputer verglichen. Resultat: Je nach Fahrzeug weichen die Angaben um 10 bis 25 Prozent voneinander ab.

Mehr Aktuelles zum Thema Elektroauto:

Elektroautos 2020/2021: Alle Modelle in der Übersicht

Elektroautos: Taycan, ID.3 und Model 3 am langstreckentauglichsten

Bei Elektroautos zeigt der Bordcomputer auch den Stromverbrauch an. Allerdings handelt es sich nur um den Verbrauchswert beim Fahren, nicht um den gesamten Strombedarf. Denn die Messsysteme im Auto können die beim Aufladen anfallenden Verluste nicht erfassen. Diese Ladeverluste entstehen in der Elektroinstallation und der Ladestation, im Bordladegerät des Fahrzeuges und in der Antriebsbatterie.

external_image

Und das sind keine kleinen Verluste. So muss man beim Tesla Model 3 Long Range rund 25 Prozent zur Bordcomputer-Angabe addieren, beim Seat Mii electric 21 Prozent und beim Jaguar i-Pace 17 Prozent. Aber auch der Renault Zoe (19 Prozent), Nissan Leaf (18 Prozent) und VW e-up (16 Prozent) zeigen deutliche Differenzen zum Bordcomputer-Wert. Lediglich der Kia e-Niro bleibt unter der 10-Prozent-Marke, wenn auch nur knapp.

Um dem Autokäufer eine vollständige Übersicht über den Stromverbrauch zu liefern, fordert der ADAC von den Herstellern, nicht nur die Verbrauchswerte, sondern auch die Ladeverluste in Prozent bei den technischen Angaben aufzuführen. Außerdem sollten sie bei der Entwicklung nicht nur auf effiziente Antriebe, sondern auch auf Ladesysteme mit niedrigen Verlusten achten.

Bildergalerie: Tesla Model 3

Tesla

Tesla Model 3

36

Tesla Model 3 Tesla Model 3 Tesla Model 3 Tesla Model 3 Tesla Model 3 Tesla Model 3

Diesen Artikel teilen

Meistgelesen

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

AKTUELLSTE ARTIKEL

Auch interessant



Einsteigen in den Hype-Zug: Tesla sagt, der neue Roadster könnte 531 km/h schaffen



Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro?



Der neue Tesla Roadster sieht ganz anders aus als das Konzept



Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn?



Tesla Roadster mit völlig verrückter Demo enthüllt. Das müssen Sie wissen



Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ...



Nach fast neun Jahren: Der Tesla Roadster ist endlich da