Chefdesigner Missoni: Optik soll sich an Designstudie Precept anlehnen

Auf Polestar 1 und Polestar 2 soll ein Polestar 3 folgen: Was zunächst vielleicht trivial und selbstverständlich klingt, ist es durchaus nicht. Unsere Kollegen von Motor1.com USA sprachen nun mit dem Chefdesigner der Marke, Maximilian Missoni, und entlockten ihm einige Details zu dem neuen SUV.

Der Polestar 1 ist ein sehr schickes Coupé im Stil des Volvo S60 und einem Plug-in-Hybrid-Antrieb. Dagegen wird der Polestar 2 rein elektrisch angetrieben. Vom Karosserietyp her ist er eher ein Crossover, Polestar selbst bezeichnet ihn als fünftüriges Fließheckmodell. Der Polestar 3 dagegen soll ein waschechtes SUV werden. Die Optik soll sich stark an die Designstudie Precept anlehnen, die auf dem (abgesagten) Genfer Salon hätte stehen sollen.

Mitte Februar zeigte Polestar dann Bilder zum Precept und gab erste Informationen heraus. Und siehe da, es war ein viertüriges Coupé (oder ein Grad Tourer) mit eleganten Formen und reinem Elektroantrieb. Auch hatte die Studie eine neue Lichtsignatur, bei der Volvos "Thors Hammer" in zwei winkelförmige Bestandteile aufgetrennt wird.

Der Name Precept bedeutet so etwas wie Richtlinie, und so sollte die Optik eine Vorschau auf die neue Designsprache der Marke sein. Und das ist offenbar nicht nur einfach so dahergeredet, wie Motor1.com USA im Interview mit dem Polestar-Chefdesigner erfuhr: Die neue Optik wird auf das dritte Modell Polestar 3 angewendet. Der Precept ist ein Baustein bei der Einführung des Polestar 3, so Missoni.

Laut Missoni wird der Polestar 3 ein "aerodynamisches SUV" sein. Er übernimmt die "SmartZone" des Precept – ein transparentes Panel an der Front, hinter dem sich zwei Radarsensoren und eine hochauflösende Kamera befinden. Die autonome Fahrtechnik dazu wird vermutlich wohl von Partner Google kommen. Dagegen dürfte die teure Lidar-Technik mit dem Scanner oben auf dem Dach wohl kaum in die Serie übernommen werden, vermuten wir.

Auch der Polestar 3 wird aber wohl die neue Lichtsignatur mit dem "geteilten Hammer" bekommen, sowie die Rücklicht-Leiste, die sich n-förmig über die gesamte Breite zieht:

Polestar Precept

Auch einige von den Cockpit-Elementen dürften im Polestar 3 wieder auftauchen. Als Infotainmentdisplay nutzte die Studie einen senkrecht angeordneten 15-Zoll-Monitor. Dazu kam ein 12,5-Zoll-Display, das die Instrumente ersetzte. Auf beiden Systemen lief Android als Betriebssystem – also das gleiche Google-Betriebssystem, das auch viele Handys nutzen.

Polestar Precept

"Es gibt eine Menge Dinge, die Sie in zukünftigen Modellen sehen werden, und das setzt sich auch im Innenraum fort", sagte Missoni. "Ich denke, im Innenraum ist das Wichtigste, dass wir die Zusammenarbeit mit Google – Google ist der Partner für das Infotainmentsystem und die Spracherkennung – auf die nächste Ebene bringen."

Ob damit gemeint ist, dass der Polestar 3 auch das Eyetracking-System des Precept bekommt, mit dem Sich die Display-Inhalte steuern lassen sollten? Wir wissen es nicht, und das soll wohl auch so sein, damit es spannend bleibt. Vorgestellt werden soll der Polestar 3 im Jahr 2021.

Quelle: Motor1.com USA

Bildergalerie: Polestar Precept