Weniger PS, aber mehr Drehmoment

Weniger Pferdestärken, dafür aber mehr Drehmoment und geringerer Verbrauch: Suzuki bringt im Swift Sport, dem SX4 S-Cross und dem Vitara einen neuen 1,4-Liter-Turbobenziner. Das Trio fährt künftig mit einem neuen 95 kW (129 PS) starken Aggregat, das serienmäßig mit einem 48V-Mild-Hybrid-System kombiniert ist. Die elektrische Unterstützung optimiert den Japanern zufolge das Beschleunigungsverhalten, während Verbrauch und CO2-Emissionen je nach Modell um bis zu 21 Prozent (nach NEFZ) sinken.

Im Vergleich zum bisherigen 1,4-Liter-Turbo ist der neue Motor nominell schwächer: 129 PS statt bisheriger 140 PS. Allerdings steigt das maximale Drehmoment von 220 Newtonmeter auf 235 Nm an. Eine auf 10,9:1 erhöhte Verdichtung, die elektrisch variable Einlassventilsteuerung (VVT) und die gekühlte Abgasrückführung sollen zur Wirtschaftlichkeit beitragen.

Die Kombination mit dem 48V-SHVS (Smart Hybrid Vehicle by Suzuki)-System, das bei Suzuki zum ersten Mal eingesetzt wird, senkt den Kraftstoffverbrauch zusätzlich. Dieses Mild-Hybrid-System umfasst einen integrierten Startergenerator (ISG), eine 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie und einen DC/DC-Wandler, der die höhere Spannung für das 12V-Bordnetz umwandelt.

Der ISG unterstützt als 10 kW starker Elektromotor den Benziner beim Anfahren und Beschleunigen. So stellt die „Torque Fill“-Funktion bei niedriger Drehzahl zusätzliches Drehmoment bereit, sodass das Fahrzeug unmittelbar auf die Betätigung des Gaspedals reagiert. Die „Torque Boost“-Funktion wiederum unterstützt, bis der Turbolader bei zirka 2.000 Umdrehungen anspricht und sorgt so für eine gleichmäßigere Beschleunigung.

Bildergalerie: Test: Suzuki Swift Sport

Blicken wir auf die Werksangaben für den Verbrauch. So begnügen sich sowohl der Vitara als auch der SX4 S-Cross mit Frontantrieb mit durchschnittlich 4,6 Litern Kraftstoff je 100 Kilometern nach NEFZ, was CO2-Emissionen von 104 g/km entspricht. Der Swift Sport verbraucht kombiniert 4,7 Liter bei einem CO2-Ausstoß von 106 g/km.

Neben der neuen Motorisierung verfügen der Suzuki Vitara und der Swift Sport über weitere Aufwertungen zum neuen Jahr: Während das SUV mit neu gestalteten LED-Scheinwerfern vorfährt, profitiert der sportliche Kleinwagen vom sogenannten "Suzuki Safety Support", das verschiedene Assistenzsysteme kombiniert. Zusätzlich zur bereits enthaltenen Dual-Sensor Bremsunterstützung, der Müdigkeitserkennung und dem Spurhaltewarnsystem sowie der Rückfahrkamera, wird das Sicherheitssystem um ein Toter-Winkel-Warnsystem, eine Verkehrszeichenerkennung und einen Ausparkassistent, der beim Zurücksetzen über sich nähernde Fahrzeuge informiert, erweitert.

Bildergalerie: Suzuki SX4 S-Cross (2020)

Der neue Vitara ist seit Ende Februar in Deutschland erhältlich, die Preise beginnen hier bei 23.650 Euro. Das sind gut 1.200 Euro mehr als bislang, allerdings ist die bessere Serienausstattung zu berücksichtigen. Der SX4 S-Cross erscheint voraussichtlich Mitte März 2020 (ab 24.740 Euro, rund 1.000 Euro teurer) im Handel. Der Swift Sport wird voraussichtlich ab Mitte April (ab 23.800 Euro, bislang 21.400 Euro) erhältlich sein.

Bildergalerie: Suzuki Vitara (2020)