Home

Seat

News

Seat will das Autofahren mit Drohnen sicherer machen

Fahrer werden binnen fünf Millisekunden vor Hindernissen gewarnt

Seats Drohnen-Projekt

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

28. Okt. 2019 um 10:55 Uhr

Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen

Teilen

In Robledillo de la Jara, einem Bergdorf bei Madrid, hält die Zukunft Einzug. Wo sonst Steinadler ihre Kreise ziehen, schwebten nun unbemannte Flugobjekte durch die Luft. Seat erprobte dort im Rahmen seines Projekts „5G Connected Car“ Drohnen, die das Autofahren sicherer machen sollen.

Mehr zur C2X-Kommunikation:

Car-to-Car-Kommunikation: Künftig per WLAN oder über 5G?

Car2X-Technologie: Ford und Vodafone testen Anzeige freier Parkplätze

Die Idee: Eine vorausfliegende Drohne soll nicht einsehbare Streckenabschnitte erkunden und den Fahrer warnen, falls hinter der Kurve ein Baum quer liegt, ein Auto am Straßenrand parkt oder ein Radfahrer erhöhte Vorsicht fordert. Zur Kommunikation zwischen der Drohne und dem Fahrzeug wurde eine 5G-Mobilfunkverbindung verwendet.

Zuvor hatten Seat und Telefónica die Car-to-X-Kommunikation über 5G in Barcelona getestet. Dort nutzten die Projektpartner die vorhandene Infrastruktur aus Ampeln, Kameras und Infrarotsensoren. Nun wurde die Technik auf eine ländliche Gegend übertragen.

Die Drohne verbindet sich mit dem Fahrzeug. Sie sendet ihre Bilder über 5G an einen MEC-Server (Multi-Access Edge Computing), der das Bild in Echtzeit analysiert und erkennt, ob sich es sich um einen Fahrradfahrer oder ein anderes Hindernis handelt. Wenn nötig, wird dann eine Warnung an das Auto gesendet und dort im Display angezeigt.

Seats Drohnen-Projekt

Das Besondere an der 5G-Technologie ist die Geschwindigkeit. Vom Erkennen eines Hindernisses bis zum Absenden der Warnung an das Fahrzeug vergehen lediglich fünf Millisekunden. Zum Vergleich: Der Mensch braucht 150 Millisekunden, um auf visuelle Reize zu reagieren. 

„Wir wollen die Technologie in den Dienst der Verkehrssicherheit stellen“, erklärt César de Marco, Leiter des 5G-Connected-Car-Projekts. In Europa verunglücken jedes Jahr 2.100 Radfahrer tödlich, 250.000 werden verletzt. Zusammen mit Fußgängern und Motorradfahrern bilden sie über die Hälfte aller Verkehrsopfer. Laut Angaben des internationalen Automobilverbandes 5GAA (5G Automotive Association) könnte das Unfallrisiko durch die Drohnen-Technik um 69 Prozent reduziert werden.

Bildergalerie: Seats vorausfliegende 5G-Drohnen

Seats Drohnen-Projekt

2

Seats Drohnen-Projekt

Diesen Artikel teilen

Meistgelesen

Skoda Kodiaq Laurin & Klement: Neues Spitzenmodell zum 10. Geburtstag der Baureihe

Skoda Kodiaq Laurin & Klement: Neues Spitzenmodell zum 10. Geburtstag der Baureihe

Motor1-Rendering: So könnte der neue Alfa Romeo Tonale aussehen

Motor1-Rendering: So könnte der neue Alfa Romeo Tonale aussehen

Brabus P 900 Rocket Edition: Extremer Laster für viel Zaster

Brabus P 900 Rocket Edition: Extremer Laster für viel Zaster

Rapido V64 (2026): Der perfekte Campervan für Paare?

Rapido V64 (2026): Der perfekte Campervan für Paare?

AKTUELLSTE ARTIKEL

Auch interessant



BYD Shark (2027): Der 436-PS-Pick-up kommt nach Deutschland (Update)



Lamborghini 400 GT (1966-68): Eine V12-Legende wird 60



Skoda Kodiaq Laurin & Klement: Neues Spitzenmodell zum 10. Geburtstag der Baureihe



Bugatti Royale: Hubraum-Gigant mit 12,8 Liter wird 100 (Update)



Papst Leo XIV. fährt bei seinem Uruguay-Besuch in einem exklusiven Fiat



Brabus P 900 Rocket Edition: Extremer Laster für viel Zaster



Ferrari Luce: Elektroauto kostet deutlich mehr als der Purosangue mit V12