Viel Gold, sehr viel Drehmoment

Stellen Sie sich folgendes Luxusproblem vor: Sie haben sich einen neuen, 530 PS starken BMW M850i xDrive gekauft und wurden dann völlig von der Meldung erschlagen, dass die M GmbH in Kürze einen neuen M8 bringt, der als Competition-Variante fast 100 PS mehr in die Waagschale wirft. Meine Herren, ein komplettes Desaster. Beinahe schwachbrüstig wirkt er nun, der gerade erworbene 850er. Aber Gott sei Dank ist ja auf die Tuning-Gilde Verlass. In diesem Fall auf Manhart Performance aus Wuppertal, die seit Menschen Gedenken aus schnellen BMWs fürchterlich schnelle BMWs machen. Das neueste Projekt ist der MH8 600 auf Basis des erwähnten M850i.

Bevor wir anfangen aber erst einmal "Ironie aus". Natürlich ist der 4,4-Liter-Biturbo-V8 (N63) im 850er mit seinen 750 Nm Drehmoment schon ab Werk ein absolutes Viech, macht die 0-100 km/h in 3,7 Sekunden und rennt auf Wunsch über 300 Sachen. Manhart liefert trotzdem noch mehr, wenn es sein muss. Viel mehr. Per Zusatzsteuergerät holt der Tuner 621 PS und 890 Nm Drehmoment. Der M8 Competition schafft zwar 4 PS mehr, ist aber beim Drehmoment mit seinen ebenfalls 750 Nm hoffnungslos unterlegen. Leider nennt Manhart keine Fahrleistungen für seinen MH8 600. Viel mehr als drei Sekunden für den Standardsprint dürften es aber nicht sein. 

Etwas dezenter gehen die Ruhrpottler beim Thema Fahrwerk vor. Der 850er erhält einen Satz H&R-Sportfedern, die das Auto um 30 mm absenken. Dazu gibt es hauseigene 21-Zöller. In der Breite messen sie 9 Zoll vorne und 10,5 Zoll hinten. Bezogen sind sie mit 255/30er- und 295/25er-Reifen. 

Der Rest ist Karosserie-Arbeit. Frontspoilerlippe, Heckspoiler-Ansatz und Diffusor sind aus Carbon. Der schwarze Lack mit den goldenen Akzenten sieht auf einem Showcar sicher sehr cool aus. Bleibt nur zu hoffen, dass vor dem Supermarkt nicht plötzlich ein 70er-Jahre-Lotus-Formel-1-Auto auftaucht und Ihnen gnadenlos die Show stiehlt.

 

Bildergalerie: BMW M850i Manhart MH8 600