Erste Vorstellung im VW Golf GTI Aurora beim Treffen am Wörthersee

VW arbeitet an einem Bedienkonzept auf Basis von Hologrammen. Ein erstes Muster wird im VW Golf GTI Aurora, den Volkswagen derzeit beim GTI-Treffen am Wörthersee präsentiert. Die Technik scheint allerdings noch reichlich voluminös zu sein, denn sie steckt nicht im Cockpit, sondern im Kofferraum.

Das Holografie-Modul wurde von Volkswagen Group Components entwickelt, dem erst Anfang 2019 gebildeten VW-Konzernbereich für Motoren, Getriebe, Lenkungen, Sitzen und anderen Teilkomponenten. Mit dem Modul wird das Soundsystem des Showfahrzeugs gesteuert. Zur Bedienung sind weder 3D-Brille noch spezielle Sensorhandschuhe oder Joysticks nötig. Man drückt auf frei im Raum schwebende Start-, Stopp- und Pause-Tasten, wählt mit einem Fingertipp ein Album aus fliegenden, animierten Playlisten in Würfelform oder verändert die Lautstärke über einen in die Luft projizierten Lautstärkeregler. VW glaubt, dass das Bedienkonzept von jedem Benutzer schon nach ein paar Handbewegungen verstanden wird, auch wenn er noch nie zuvor eine Hologramm-Technologie genutzt hat.

Wie das Ganze funktioniert? Chefentwickler Mark Möller gewährt nur einen ungefähren Einblick: „Wir erzeugen ein schwebendes Bild mittels Software-Algorithmen und visuellen Technikbausteinen. Das System erkennt selbstständig die Bedienungswünsche des Nutzers und setzt diese um – so entsteht eine intuitive und selbstverständliche Bedienung.“ Die Details sind Betriebsgeheimnis. Klar ist aber: Die holografische Bedieneinheit ist keine Spielerei. „Das Holografie-System ist mit bereits heute verfügbaren Technikbausteinen realisierbar, also keine Science Fiction. Bis zu einem möglichen Einsatz in Serienfahrzeugen wird aber noch etwas Zeit vergehen“, so Möller.

Bildergalerie: VW entwickelt Holografie-Bedienung (2019)