Neuer Elektroroller für die "urban micromobility"?

Automessen sind out, neue Fahrzeue werden immer häufiger auf Möbel-, Mode- oder Elektronikmessen gezeigt. So stellt Seat auf der Handy-Messe MWC (Mobile World Congress, 25. bis 28. Februar 2019 in Barcelona) ein neues Fahrzeug vor und zeigt ein erstes Teaser-Bild.

Die gezeigte Designstudie gehört in die Kategorie "urban micromobility", es handelt sich also wohl ein Kleinstfahrzeug für die City. Wenn das Teaser-Bild nicht täuscht, könnte es sich bei dem neuen Fahrzeug um einen "richtigen" Elektro-Roller handeln, also um einen, der auch ohne Anschieben funktioniert.

Damit haut Seat erneut in die gleiche Kerbe wie mit dem Elektro-Tretroller "Seat eXS Powered by Segway", den Seat im November 2018 auf Smart City Expo (ebenfalls in Barcelona) gezeigt hat, wie das Elektronik-Magazin Wired damals berichtete. Der Akku soll für 20 bis 25 Kilometer reichen, die Höchstgeschwindigkeit des 12,5 Kilo schweren Kick-Scooters liegt bei 25 km/h. Gedacht ist das Vehikel für junge Leute, die sich kein Auto leisten können und denen ein Fahrrad nicht cool genug ist. In Österreich ist der eXs laut österreichischer Seat-Website schon auf dem Markt -- zu einem Preis von 599 Euro. Dass dem in Deutschland nicht so ist, könnte auch an der bisher noch fehlenden Zulassung liegen.

Seat auf dem MWC 2019

Zu den neuen Micromobility-Lösungen sagt Seat-Chef Luca de Meo: „Die Mobilität verändert sich und damit verändert sich auch unsere Rolle als Hersteller sowie als Anbieter von Mobilität. Wir müssen neue Mobilitätsplattformen anbieten, die Schlüsselakteure in den Städten der Zukunft sein werden. Seat ist maßgeblich an mehreren Projekten dieser Art beteiligt, und der MWC ist der perfekte Hintergrund, um sie der Welt bekannt zu machen. “

Außerdem will Seat gemeinsam mit dem spanischen Telekom-Anbieter Telefónica den Pilotversuch "5G Connected Car" in Barcelona starten. In dem Versuch wird die Car-to-X-Kommunikation erprobt, also die Kommunikation zwischen dem Fahrzeug, der umliegenden Infrastruktur und anderen Fahrzeugen. Seat sieht diese Technik als ersten Schritt hin zu einem "kollaborativen, autonomen Fahren".

Auch XMOBA und Metropolis:Lab sind auf dem MWC vertreten. Die Seat-Töchter arbeiten an modernen urbanen Verkehrsprojekten, die in Barcelona erprobt werden. So soll das Projekt "Bus On Demand" die Effizienz des öffentlichen Verkehrs verbessern, während eine Ride-Sharing-Initiative die Möglichkeiten von zeitgemäßen  Fahrgemeinschaften auslotet.

Quellen: Seat, Wired