Volkswagen-Chef Müller vor dem Aus?
Veränderung an der Konzernspitze wird erwogen
Potenzielle Änderungen beim Personal
In einer Pressemitteilung heißt es ziemlich verklausuliert: „Die Volkswagen Aktiengesellschaft erwägt eine Weiterentwicklung der Führungsstruktur für den Konzern, die auch mit personellen Veränderungen im Vorstand und mit Änderungen bei den Ressortzuständigkeiten im Vorstand verbunden wäre. Dazu könnte auch eine Veränderung im Amt des Vorstandsvorsitzenden gehören. Auf Grundlage dieser Überlegungen führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Volkswagen Aktiengesellschaft derzeit Gespräche mit verschiedenen Mitgliedern des Aufsichtsrats und des Vorstands. Herr Matthias Müller hat seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, an den Veränderungen mitzuwirken. Derzeit ist offen, ob die Erwägungen und Gespräche zu einer Weiterentwicklung der Führungsstruktur oder zu personellen Veränderungen im Vorstand der Volkswagen Aktiengesellschaft führen werden.“
Diess für Müller?
Eine mögliche Veränderung im Amt des Vorstandsvorsitzenden? Matthias Müller kam 2015 nach dem dramatischen Sturz von Martin Winterkorn als Porsche-Chef an die Spitze des Volkswagen-Konzerns. In der Folge musste er insbesondere den Diesel-Skandal und die Forcierung von Elektroautos managen. Doch besonders bei der „Diesel-Thematik“, wie es Volkswagen offiziell nennt, agierte Müller desöfteren unglücklich. Auch das Alter könnte eine Rolle spielen: Müller wird im Juni 65 Jahre alt, sein Vertrag läuft aber noch bis 2020. Als potenzieller Nachfolger ist Herbert Diess, der Chef der Marke VW, im Gespräch. Der 59 Jahre alte Diess, der von 2007 bis 2014 im BMW-Vorstand saß, hat komplett neue Elektroautos von VW angeschoben, 2019 soll das erste Fahrzeug der I.D.-Reihe in Serie gehen. Sein Pluspunkt gegenüber Müller: Er hat keinen langjährigen Volkswagen-Stallgeruch, weshalb Diess unbefangener agiert und zumindest hinsichtlich konzerneigener Diesel keine riskanten Altlasten hat. Auf Diess` Posten könnte Jürgen Stackmann rücken: Der 57-jährige VW-Vertriebsvorstand war zwei Jahre lang Chef der Marke Seat.
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