Mit Lupo-Gesicht und abgespeckter Ausstattung: Sehr günstiges Editionsmodell

Bis vor kurzem noch stritt man bei VW heftig ab, dass der Golf VI schon im Jahr 2008 kommen soll. Nun jedoch bringen die Wolfsburger ein Auto auf den Markt, das nahe legt, dass der Generationswechsel schon weit früher erfolgen könnte.

Zwei Motoren und weniger Komfort
Bisher wurde nur ein Foto veröffentlicht, doch darauf ist zu erkennen, dass das Sondermodell Change eine völlig andere Optik besitzt als der bekannte Golf V. Die Front erinnert stark an den auslaufenden Lupo – vor allem die runden Scheinwerfer. Zwei Motorisierungen werden angeboten: Neben dem bekannten 75-PS-Motor mit 1,4 Litern Hubraum kommt auch der Einstiegsdiesel 2.0 SDI mit ebenfalls 75 PS zum Zuge. Die Ausstattung ist gegenüber der Trendline-Version des aktuellen Golf deutlich abgespeckt. Während die Sicherheitsausstattung inklusive ESP und sechs Airbags erhalten blieb, wurden viele Komfortdetails gestrichen. Auf Becherhalter und sanft gedämpfte Handgriffe muss man bei den Change-Modellen verzichten. Schmerzlicher: Auch die elektrischen Fensterheber, die elektrisch einstellbaren Außenspiegel und die Fernbedienung bei der Zentralverriegelung entfallen. Letztere ist allerdings gegen Aufpreis bestellbar. Statt 15-Zoll-Felgen hat der Billig-Golf außerdem nur 14-Zöller.

Über 2.500 Euro günstiger
Was die Kunden jedoch freuen wird, ist der Preis: Die Benzinervariante des Golf Change ist schon ab 12.990 Euro zu haben – das sind sage und schreibe 2.535 Euro weniger als der normale Golf 1.4 Trendline kostet. Derselbe Preisabschlag gilt für die Dieselvariante, die für 13.615 Euro zu haben ist.

Schon ein Golf VI?
Die Differenz zum Preis des Golf V ist so hoch, dass wohl auch unter dem Blechkleid einige Vereinfachungen nötig waren. Ob jedoch auch an der Technik gefeilt wurde, wollte VW noch nicht sagen. In jüngster Zeit waren Vermutungen laut geworden, dass Volkswagen die neue Golf-Generation technisch vereinfachen wird. Für eine günstigere Produktion könnte zum Beispiel die Rückkehr zur technisch weniger aufwendigen Verbundlenker-Hinterachse führen.

Holzvergaser ante portas
Auch auf die Starterelektronik könnten die Ingenieure eventuell verzichten. Experten vermuten, dass sich zwischen den Grill-Lamellen ein Einsatz für eine Starterkurbel verbergen könnte. Was sich manche Automobilveteranen jenseits der 80 schon seit langem wünschen, könnte so Realität werden: ein Auto ohne allzu viel Elektronik-Klimbim, ein Auto, das fährt und zuverlässig funktioniert – und vor allem günstig ist. Und auch aus ökologischer Sicht könnte der neue Golf eine Überraschung sein, denn eine Holzvergaser-Version wird von VW nicht ausgeschlossen.
(sl)

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