M Roadster wird vom 343-PS-Motor aus dem M3 angetrieben

Vier Jahre nach seiner Weltpremiere bekommt der BMW Z4 Roadster neue Motoren. Auf der Autoshow in Detroit, die vom 8. bis 22. Januar 2006 stattfindet, feiert außerdem der Z4 M Roadster Premiere. Die Sportversion führt die Geschichte des BMW Z3 M Roadster fort, der von 1997 bis 2002 gebaut wurde.

Sechszylinder aus dem M3
Angetrieben wird der neue Sportroadster von dem Sechszylinder, der aus dem M3 bekannt ist. Er holt 343 PS aus 3,2 Litern Hubraum. Das maximale Drehmoment von 365 Newtonmetern steht bei 4.900 U/min zur Verfügung. Das Besondere an dem Motor ist sein Hochdrehzahlkonzept: Die Höchstdrehzahl ist erst bei 8.000 U/min erreicht. Das Leistungsgewicht von 4,1 Kilogramm je PS sorgt für gute Sprintleistungen: Der Z4 M Roadster spurtet in 5,0 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h elektronisch abgeregelt.

Neuer Dreiliter für normalen Z4 Roadster
Im normalen Z4 Roadster gab es bisher einen Zweiliter-Vierzylinder und drei Sechszylinder mit 2,2, 2,5 und 3,0 Litern Hubraum. Der Topmotor wird nun durch einen neuen 3,0-Liter-Sechszylinder ersetzt. Er leistet mit 265 PS nun 34 PS mehr. Maximal lässt sich der Motor jetzt bis 7.000 U/min drehen. Das höchste Drehmoment von 315 Newtonmeter liegt konstant von 2.500 bis 4.000 Touren an. Mit dem neuen Dreiliter heißt der Roadster nun 3.0si und beschleunigt in 5,7 statt bisher 5,9 Sekunden von null auf 100 km/h. Auch hier wird bei 250 km/h elektronisch abgeregelt. Der Spritverbrauch sank um einen halben auf 8,6 Liter Super Plus je 100 Kilometer.

2,5-Liter-Sechszylinder mit 218 PS
Zwei Motoren mit 2,5 Liter Hubraum komplettieren die Sechszylinder-Offerte. Beide verfügen über die vollvariable Ventilsteuerung Valvetronic, die stufenlose Nockenwellenverstellung Doppel-Vanos und Vierventiltechnik. Der Z4 Roadster 2.5si mit 218 PS stellt ein maximales Drehmoment von 250 Newtonmetern bereit, das zwischen 2.750 und 4.250 U/min anliegt. Für den 100-km/h-Sprint braucht das Auto 6,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 240 km/h, der Verbrauch liegt bei 8,4 Litern pro 100 Kilometer.

Zweite 2,5-Liter-Version mit 177 PS
In einer weiteren Ausführung mit 2,5-Liter-Motor wird der Z4 Roadster 2.5i mit 177 PS und 230 Newtonmeter maximalem Drehmoment angeboten. Er löst den bisherigen BMW Z4 Roadster 2.2i ab. Der Kunde profitiert vom hubraumstärkeren Motor durch mehr Leistung und Drehmoment, was sich besonders beim Beschleunigen aus niedrigen Drehzahlen auszahlt. Seine Leistungsdaten: null auf 100 km/h in 7,1 Sekunden, 229 km/h Höchstgeschwindigkeit und 8,2 Liter Super Plus Verbrauch je 100 Kilometer.

Unveränderter Einstiegsmotor im 2.0i
Unverändert bleibt der Zweiliter-Vierzylinder im 2.0i mit 150 PS bei 6.200 U/min. Der Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 dauert 8,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 220 km/h. Für den Verbrauch gibt BMW 7,5 Liter Super Plus je 100 Kilometer an. Wie alle anderen Motoren erfüllt auch der Einstiegsmotor die Abgasnorm Euro 4.

Neue Sport-Automatic
Wie bisher werden alle Z4 Roadster mit einem Sechsgang-Getriebe ausgestattet. Bisher gab es optional eine fünfstufige Steptronic für den 2.2i, den 2.5i und 3.0i und zusätzlich noch das automatisierte Schaltgetriebe SMG für den 2.5i und den 3.0i. Diese Getriebe werden im Roadster nicht mehr angeboten. Für den 3.0si und 2.5si gibt es aber eine Sechsgang-Automatik, die von anderen BMW-Modellen bekannt ist. Neu sind jedoch Schaltpaddles am Lenkrad. Wer mit den Paddles schaltet, kommt außerdem in den Genuss besonders kurzer Schaltzeiten.

Vier Crashtest-Sterne
Im EuroNCAP-Crashtest schafft der Roadster vier von fünf Sternen. Für einen offenen Zweisitzer ist das ein gutes Ergebnis. Das Fahrwerk lobt BMW für seine Agilität. Wer es noch sportlicher mag, erhält optional ein um anderthalb Zentimeter tiefer gelegtes Sportfahrwerk. Die serienmäßigen Runflat-Reifen wurden speziell für den Z4 Roadster entwickelt und besitzen nun ein etwas komfortableres Federungsverhalten. Das Fahrwerk des Z4 M Roadsters bietet noch mehr Fahrspaß, ohne jedoch die Alltagstauglichkeit und Komfortanforderungen zu beeinträchtigen, so BMW.

Variable Differenzialsperre
Wie der M3 wird der Z4 M Roadster mit einer drehzahlfühlenden variablen Differenzialsperre ausgestattet. Sie soll die Fahrstabilität und die Traktion vor allem aus Kurven heraus verbessern, so BMW. Bei sehr sportlicher Fahrweise und auf Straßen mit höheren Reibwerten hilft sie, die positiven Eigenschaften des Heckantriebs zu verstärken. Bei unwirtlichen äußeren Bedingungen, etwa bei unterschiedlichen Reibwerten von Straßenrand zu Straßenmitte, wie sie vor allem im Winter häufig vorkommen, macht das System den Z4 M Roadster sehr traktionsstark.

Neues Stabilitätssystem
Der neue Roadster bekommt auch ein neues ESP. In das bei BMW als DSC bezeichnete Fahrstabilitätssystem ist eine Traktionskontrolle (DTC) integriert. Auf Knopfdruck verbessert sich damit auf glatten Strecken die Traktion und damit auch der Vortrieb. Außerdem wird das Fahrverhalten dynamischer. So lässt die DTC etwa mehr Schlupf an den Hinterrädern zu. Neu implementiert wurden Zusatzfunktionen wie Berganfahrhilfe, automatische Kompensation des Bremsfadings sowie automatisches Trockenbremsen der Bremsbeläge bei nasser Fahrbahn.

Verbesserte Servolenkung
Der Z4 Roadster ist mit einer elektromechanischen Servolenkung (Electric Power Steering, EPS) ausgestattet. Der Z4 M Roadster besitzt dagegen eine hydraulische Servolenkung. Diese ermöglicht besonders präzise Lenkmanöver, bessere Rückmeldung und hohe Lenkgeschwindigkeiten.

Leichtbau-Bremsen
Neu ist die 17-Zoll-Bremsanlage vorne beim Z4 Roadster 3.0si. Der Z4 M Roadster verfügt mit der ursprünglich für den M3 CSL konzipierten, schwimmend gelagerten Compound-Hochleistungsbremsanlage über ein System aus dem Rennsport. Mit ihr verkürzt sich der Bremsweg bei Tempo 100 auf 34 Meter.

Z4 Roadster mit kleinen optischen Retuschen
Im Design weist der aktualisierte Z4 Roadster eine geänderte Frontpartie auf, die optisch stärker zur Straße gezogen ist. Zusätzlich wurden neue Nebelscheinwerfer und charakteristische Reflektoren entwickelt. Am Heck gibt es neue Rückleuchten mit integrierten Lichtleitern. Stärker horizontal ausgerichtete Linien lassen das Auto breiter und niedriger erscheinen. Das Interieur erhält neue Materialien und zusätzliche Farben.

Z4 M Roadster mit deutlich anderer Schürze
Die Sportversion mit dem M unterscheidet sich vor allem durch die andere Frontschürze und zwei Sicken auf der Motorhaube. Außerdem hat die Sportvariante 18-Zoll-Alufelgen im Doppelspeichendesign. Am Heck besitzt der M vier statt zwei Endrohre und einen horizontalen Diffusor. Ein Unterschied im Unnenraum: Die Instrumente haben rote statt weiße Zeiger. Im Drehzahlmesser sind die kritischen Drehzahlbereiche – wie bei anderen M-Modellen – dynamisch markiert. Ein gelbes Vorwarnfeld und ein rotes Warnfeld geben den jeweils zulässigen Motordrehzahlbereich in Abhängigkeit von der momentanen Motoröltemperatur an. Mit steigender Motoröltemperatur vergrößert sich der nutzbare Drehzahlbereich. Lenkrad, Schaltknauf und Einstiegsleisten sind weitere M-spezifische Elemente, ebenso wie die mit Chrom veredelten Klimaanlagenregler, Türöffner und Türzuziehgriffe. Drei Exterieurfarben sind dem M vorbehalten. Für den Z4 Roadster gibt es fünf Außenlacke. Im Innenraum lässt sich mit vier Farben, zwei Lederausstattungen mit unterschiedlichem Umfang sowie drei Dekors variieren.

Bis 260 Liter Kofferraum
Der Roadster bietet 240 Liter Kofferraum. Im Bedarfsfall lässt sich der variable Verdeckkasten zusammenklappen, wodurch sich das Stauvolumen auf 260 Liter vergrößert. Beim M sind es wegen der im Kofferraum platzierten Batterie nur 200 bis 220 Liter. Das Verdeck lässt sich mit einer Hand öffnen und schließen. Auf Wunsch ist ein elektrisch betätigtes Verdeck erhältlich – beim Z4 M Roadster ist es Serie. Dieses kann auch von außen über die Fernbedienung geöffnet und geschlossen werden.

Bi-Xenon-Licht gegen Aufpreis
Der 3.0si und der M haben serienmäßig Bi-Xenon-Scheinwerfer. Das Positionslicht wird über zwei Lichtleitringe erzeugt. Damit prägt dieses Markencharakteristikum von BMW nun auch die Roadster-Reihe. Serienmäßig bekommt der Z4 Roadster das zweistufige Bremslicht: Bei einer starken Bremsung vergrößern sich die leuchtenden Flächen in den Heckleuchten.

Ab 28.900 Euro
Der Einstiegsroadster 2.0i kostet unverändert 28.900 Euro, die beiden 2,5-Litervarianten 2.5i und 2.5si schlagen mit 31.400 und 34.400 Euro zu Buche. Den 3.0si gibt es für 40.400 Euro und den M für 57.900 Euro. Der neue Roadster startet am 25. März 2006.

Datenblatt

Motor und Antrieb
Motorart Otto-Reihenmotor mit stufenlos verstellbarer Nockenwelle 
Zylinder
Ventile
Hubraum in ccm 3.246 
Leistung in PS 343 
Leistung in kW 252 
bei U/min 4.900 
Drehmoment in Nm 365 
Antrieb Heck 
Gänge
Getriebe Schaltung 
Maße und Gewichte
Länge in mm 4.113 
Breite in mm 1.781 
Höhe in mm 1.302 
Radstand in mm 2.497 
Leergewicht in kg 1.705 
Zuladung in kg 295 
Kofferraumvolumen in Liter 200 bis 220 
Tankinhalt in Liter 55 
Kraftstoffart Super 
Fahrleistungen / Verbrauch
Höchstgeschwindigkeit in km/h 250 
Beschleunigung 0-100 km/h in Sekunden 5,0 
EG-Gesamtverbrauch in Liter/100 km 12,1 
EG-Verbrauch innerorts in Liter/100 km 18,2 
EG-Verbrauch außerorts in Liter/100 km 8,6 
Schadstoffklasse Euro 4 

Erstarkter BMW-Roadster