Akkutest 2005: Autoclub ACE nahm neun Starterbatterien in die Mangel

Im harten Winter sterben viele altersschwache Batterien den plötzlichen Kältetod. Während der Wagen nicht mehr anspringt, werden betroffene Fahrer vom Frost-Frust geschüttelt. Aber selbst neu erworbene Autobatterien machen bei eisigen Temperaturen mitunter schlapp. Das hat der Auto Club Europa (ACE) bei einem Batterietest unter winterlichen Extrembedingungen festgestellt.

Neun Akkus zittern bei Minus 18 Grad
Der Club hatte neun gängige Auto-Akkus für Kompaktklasse-Modelle unter anderem bei Minus 18 Grad auf die Probe gestellt. Vier Kriterien wurden bewertet: Froststart, Dauerbelastung, Tiefenentladung und Einkaufspreis. Bei der Gesamtbewertung gab es einmal das Prädikat ,sehr gut", viermal ,gut", dreimal ,befriedigend" und einmal ,ausreichend".

Sieger startete noch 38 Mal
Der ACE-Testsieger VAG Original (Gesamtbewertung: sehr gut /1,3), konnte nach der nächtlichen Tortur in der Kältekammer immerhin noch 38 Mal erfolgreich starten, während die so genannte Hochleistungsbatterie von Bahr (Gesamtbewertung: befriedigend / 2,7) am Ende nur neun Mal erfolgreich Starterdienste leisten konnte. In der Gesamtbewertung noch über eine Note schlechter ist die APS-Batterie (ausreichend / 4,0) gewesen. Deren Starterfähigkeit sackte nach einer fünfstündigen Dauerbelastung (50 Watt) auf nur noch 15 Prozent ab. Und bei der so genannten Tiefenentladung war das Limit von 10,6 Volt Spannung bereits nach 4,51 Stunden erreicht, während die besten Werte in dieser Kategorie bei mehr als elf Stunden lagen. Die Durchschnittspreise der getesteten Batterien reichen nach Angaben des ACE von 27 bis 69 Euro.

Keine kam zu 100 Prozent geladen
Anlässlich der Batterie-Messungen im Dekra-Technologiezentrum bei Klettwitz fielen den Experten bei allen Fabrikaten Mängel im ursprünglichen Ladezustand auf. Danach verfügte keine einzige Batterie über einen Ladezustand von 100 Prozent. Lediglich die Batterie Oberon Gold (Gesamtergebnis: gut / 1,8) verzeichnete beim Eingangs-Test einen Ladezustand von immerhin 90 Prozent. Der ACE betonte, ein Ladezustand von unter 100 Prozent wirke sich nicht unmittelbar negativ auf das Startverhalten aus. Dennoch riet der Club, besser keine Ladenhüter zu erwerben.

Speicherkapazität prüfen
Schwächelnde alte Batterien lassen sich laut ACE mit traditioneller Starthilfe nur selten über den ganzen Winter retten. Daher sei es ratsam, in einer Werkstatt nicht nur den Ladezustand sondern auch die Speicherkapazität der Batterie prüfen zu lassen. Bei zu geringer Kapazität müsse ein Austausch vorgenommen werden, so der ACE.

Die genauen Testergebnisse für die einzelnen Batteriemarken erfahren Sie, wenn Sie unsere Bildergalerie durchklicken.
(hd)

Bildergalerie: Test: Starterbatterien