Audi A4 e Concept: Sprit sparen mit Start-Stopp-Automatik
Die IAA-Studie mit 2.0 TDI soll mit 4,9 Liter Diesel auskommen
Verbesserter 2.0 TDI
Der 2.0 TDI e Concept ist mit dem verbesserten 2.0 TDI ausgestattet, der auch im normalen A4 zum Einsatz kommt. Der Motor leistet nun 143 statt 140 PS. Eine Common-Rail-Einspritzung löst die bisherigen Pumpe-Düse-Einheiten ab, außerdem gibt es nun Piezo-Injektoren. Für den A4 e Concept wurde der Motor durch das ultra low emission system ergänzt. Das System reduziert mithilfe einer Harnstoff-Zudosierung und einem Denox-Katalysator die Stickoxidemissionen um bis zu 90 Prozent. Damit unterbietet der Motor schon heute die Abgasgrenzwerte, die für das Jahr 2014 zu erwarten sind. In Serie geht das ultra low emission system bereits 2008 als Option im A4 3.0 TDI.
Neues Getriebe und Start-Stopp-Automatik
Der 2.0 TDI e Concept ist mit einer neuen Sechsgang-Schaltung ausgestattet, die sich durch eine verringerte innere Reibung auszeichnet. In den Gängen drei bis sechs ist sie außerdem etwas länger übersetzt. Die Schaltanzeige weist den Fahrer darauf hin, wenn ein anderer Gang sinnvoller als der eingelegte ist. Ein Start-Stopp-System hält den Motor an, sobald das Auto zum Stillstand kommt, der Schalthebel in Leerlaufposition steht, und der Fuß des Fahrers das Kupplungspedal nicht mehr berührt. Der Start erfolgt, wenn der Fahrer die Kupplung durchtritt. Während er den Gang einlegt, läuft der TDI hoch; wenn das Pedal gelöst wird, hat er seine Leerlaufdrehzahl erreicht. Ein speziell entwickelter Anlasser dreht den Motor in wenig mehr als zwei Zehntelsekunden durch.
Energiesammeln beim Ausrollen und Bremsen
Ein Rekuperationssystem wandelt die Bewegungsenergie beim Verzögern in nutzbare elektrische Energie um. Das Bordnetz wird von einer neuartigen Gel-Batterie gespeist. Sie verhält sich auch bei hoher Belastung und tiefer Entladung robust und erreicht eine besonders hohe Lebensdauer. In den Schub- und Bremsphasen wandelt der Generator die kinetische in elektrische Energie um, die in der Gel-Batterie zwischengespeichert wird. Wenn die Limousine anschließend wieder beschleunigt, speist die Batterie die Energie zurück – so entlastet sie den Generator.
Verbesserte Servolenkung und Klimaautomatik
Die Servolenkung hat einen um etwa 50 Prozent höheren Wirkungsgrad. Sie wird nun von einer bedarfsgeregelten Flügelzellenpumpe mit hydraulischer Energie versorgt. Im Gegensatz zu konventionellen Servopumpen fördert sie nur so viel Öl, wie gerade erforderlich ist. Bei der Klimaautomatik nutzt Audi einen neuartigen, thermostatisch geregelten Kältekreis mit einem internen Wärmetauscher. So braucht das System 20 Prozent weniger Kraftstoff.
Verbesserte Aerodynamik
Auch an der Aerodynamik wurde gefeilt. Die Karosserie erhielt einen Heckdeckel mit einer zusätzlichen leichten Abrisskante. Speziell gezeichnete Leichtmetallräder verbessern die Umströmung der Räder und der Radhäuser. Außerdem legt Audi die Karosserie zwei Zentimeter tiefer. Die Reifen sind auf leichten Lauf ausgelegt, bringen aber sportliche Performance. So sprintet die Mittelklasselimousine in 9,3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Damit ist die Studie immerhin 0,4 Sekunden schneller als der alte A4 2.0 TDI. Der ebenfalls 143 PS starke BMW 318d ist exakt ebenso sprintstark. Er braucht aber laut Hersteller nur 4,7 statt 4,9 Liter.
Bildergalerie: Sparsamer Audi-Diesel
Auch interessant
Audi zerlegt den neuen RS 6 bei Nürburgring-Tests
Citroen Saxo VTS: Der kleine Landstraßen-König wird 30
Audi RS 3 Competition Limited (2026) im Test: Gut angelegte 100.680 Euro?
Letzte Chance für Verbrenner-Macan: Porsche stockt Bestand vor Produktionsende auf
Audi Q4 e-tron (2026): Das Facelift in der ersten Sitzprobe
Range Rover SV Ultra: Spitzenmodell wird zum Konzertsaal
Allround-Talent kann mehr: Neuer Audi Q3 mit H&R-Tieferlegungsfedern